27.10.2005

Die Schul-Debatte kommt nicht zur Ruhe

RNZ-Wahlfrage: Geben Sie der Strahlenberger Grundschule eine langfristige Bestandsgarantie?


Von Carsten Blaue

Schriesheim. Um unseren Lesern eine bessere Orientierung über die Ansichten der fünf maßgeblichen Bürgermeisterkandidaten Volker Arras, Hansjörg Höfer, Erwin Leuthe, Peter Rosenberger und Karlheinz Würz zu geben, beantworten diese die „RNZ-Wahlfragen“ der Bergstraßen-Redaktion. Heute wird die Serie mit der vierten Frage fortgesetzt. Es geht ausschließlich um die Strahlenberger Grundschule.

Es gäbe vieles, über das man in Schriesheim in Sachen Schulpolitik reden könnte – etwa über die Sanierung des Schulzentrums, den künftigen Raumbedarf, G8, die Ausrichtungen auf den Ganztagesbedarf. Kein Thema wird aber so kontrovers und auch emotional diskutiert wie die Zukunft der Strahlenberger Grundschule. Die öffentliche Debatte begann mit der Frage, welchem Schulbezirk das Neubaugebiet „Nord“ zugeordnet wird. Neubürger aus dem Öko-Quartier „Solaris“, die ihre Kinder bereits in der Strahlenberger Grundschule angemeldet hatten, wunderten sich nicht schlecht, als das Neubaugebiet der Kurpfalz-Grundschule zugeordnet werden sollte. Ihre Meinung: Die „Nord“-Kinder gehören in die Strahlenberger Grundschule – was der Gemeinderat anders sah. Zuvor entbrannte ein Streit über Schülerstatistiken, Klassenteiler, sichere Schulwege und ungehaltene Versprechen.

Mit dem Gemeinderatsbeschluss schien erstmal Ruhe einzukehren. Kürzlich meldeten sich die Eltern aber wieder zu Wort und befürchteten angesichts der aktuellen Schülerzahlen in der ersten Klasse der Strahlenberger Grundschule sogar eine absehbare Gefährdung der Zweizügigkeit und des Bestandes der Schule an sich. Eine Entwicklung, vor der auch die Geschäftsleute im BdS in ihrem Podiumsgespräch mit den Bürgermeisterkandidaten warnten. So fühlte sich Bürgermeister Peter Riehl aufgefordert, sein – auch vom Gemeinderat geteiltes – Bekenntnis zum Bestand der Schule in ihrer Zweizügigkeit einmal mehr zu wiederholen. Die Eltern sind dennoch nicht überzeugt (siehe weiteren Bericht auf dieser Seite). Und wie äußern sich die Bürgermeisterkandidaten zur Frage der langfristigen Bestandsgarantie? Verknüpft mit dem ganzen Thema ist auch die Zukunft des Schulpavillons. Der Gemeinderat hat den Abriss eigentlich nur aus finanziellen Gründen ins nächste Jahr verschoben. Die Eltern halten den Abriss nicht für gerechtfertigt. Die Räume würden für die Schule gebraucht. Allerdings ist der Pavillon für schulische Zwecke bereits entwidmet.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung