05.12.2005

CDU feiert "Etappensieg" und Weihnachten

Bei ihrer Versammlung gaben sich die Christdemokraten kämpferisch – Dr. Gerhart Scheuer ist seit 50 Jahren CDU-Mitglied
Im Mittelpunkt der CDU-Weihnachtsfeier in der „Linde“ standen die Ehrungen langjähriger Mitglieder.Foto: Dorn
Schriesheim. (sk) Weihnachtlich, aber auch politisch-kämpferisch ging es bei der Weihnachtsfeier der CDU Schriesheim in der „Linde“ zu. Die Feier im voll besetzten Nebenraum wurde musikalisch umrahmt vom Trompetenspiel von Ludwig und Peter Jäck.

Durch den Abend führten die stellvertretenden Vorsitzenden Gabriele Haupt und Paul Stang, die den erkrankten Vorsitzenden Anselm Löweneck vertraten.

Stang dankte Vater und Sohn Jäck, die immer dann zur Stelle seien, wenn sie gebraucht würden und begrüßte die Anwesenden, besonders den Bürgermeisterkandidaten Peter Rosenberger, den Landtagsabgeordneten Georg Wacker, dessen Bundestagskollegen Dr. Karl A. Lamers und den stellvertretenden Bürgermeister Siegfried Schlüter.

Wacker dankte der Schriesheimer CDU für die hervorragende Arbeit in den Wahlkämpfen. Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl sei ein Etappensieg, den Rosenberger durch seine fachliche Kompetenz und Persönlichkeit erreicht habe. Hansjörg Höfer solle den Mut haben, sich zu seiner grünen Parteizugehörigkeit zu bekennen. „Er ist nunmal kein unabhängiger Kandidat“, sagte Wacker. Zur 2006 anstehenden Landtagswahl bemerkte er, dass das Land auch aufgrund der Arbeit der CDU heute gut dastehe. „Die SPD schickt einen Königsmörder als Kandidaten in die Wahl zum Ministerpräsidenten, deshalb rumort es“, kritisierte Wacker die politische Konkurrenz.

Er dankte allen Mitgliedern, die sich über viele Jahre für die CDU engagiert hatten. Für 15-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Günter Klier und Alexander Schmitt, für 20 Jahre Stefan Jörder, für 25 Jahre Prof. Dr. Hans-Martin Pawlowski, Hubert Urbanek, Ellen Schlüter, Dr. Franz Neumann, Monika und Werner Jungmann, Margarete Fallmann, Dieter Essmann und Gerhard Burkhardt, für 30 Jahre Mitgliedschaft Peter Seubert und Lothar Götzmann für 45 Jahre. Dr. Gerhart Scheuer wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Wacker lobte den ehemaligen Landtagsabgeordneten: „Sie haben Schriesheim und den Kreis immer erfolgreich nach außen vertreten.“

Lamers bedankte sich in seinem Grußwort für den freundlichen Empfang und die schöne Feier, aber auch für sein „Ticket nach Berlin“. „Ich freue mich, dass ich mit meiner Stimme zum ersten Mal eine Frau zur Bundeskanzlerin wählen konnte“, kommentierte er die Ereignisse in Berlin.

Schröder habe den Mund zu voll genommen, jetzt sei es wichtig, dass die großen Probleme des Landes sachlich gelöst würden. Er bekenne sich zum Leistungsprinzip statt zur Neidkultur. „Der Pragmatismus wird jetzt prägend sein. Wir haben ein tolles Land und tolle Menschen mit einem riesigen Potenzial.“ Stang gab einen kurzen Überblick über die Aktivitäten des Ortsverbandes in diesem Jahr. Es sei geprägt von Wahlkämpfen, aber auch geselligen Aktivitäten, als deren Höhepunkt er die Baltikumreise im Sommer bezeichnete, aber auch politischen Veranstaltungen mit Rednern wie Peter Frankenberg oder Jörg Schönbohm. Er dankte Dr. Frank Philipp für die Erstellung der Homepage und Theo Windisch für die Organisation von Veranstaltungen wie „Kurpfälzisch für Neigeplackte“.

Adrian Ahlers berichtete als Vorsitzender der Jungen Union ebenfalls von einem erfolgreichen Jahr. Die JU sei in Kreis- und Bezirksvorstand vertreten. Er dankte der Mutterpartei für die gute Zusammenarbeit bei Aktionen wie dem Kinder- und Straßenfest. Dr. Gabriele Haupt, die Vorsitzende der Frauenunion (FU), erwähnte die Feier zum 30-jährigen Bestehen des Schriesheimer Ortsvereins im Feuerwehrhaus und dankte allen, die die Feier unterstützt hatten.

Der schönste Erfolg für die Frauen sei die Wahl einer Frau zur Kanzlerin. Außerdem, so Gabriele Haupt, engagiere sich die FU für den Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch. So sei der Verein „Hänsel und Gretel“ von der FU unterstützt worden. Auch in Kreis-, Bezirks- und Landesvorstand seien die Schriesheimer Frauen mittlerweile vertreten, freute sich Gabriele Haupt, die selbst Schriftführerin im Landesvorstand der FU geworden ist.

Helga Turek las eine weihnachtliche Geschichte von Ruth Schmitt-Mumm mit dem Titel „Wie man zum Engel wird“, die eine heitere Seite von Krippenspielen zeigte. Brigitte Schrade trug die Entstehungsgeschichte des Liedes „O du fröhliche“ von Gerhard Prager vor, das mit Begleitung von Ludwig Jäck angestimmt wurde.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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