17.08.2006

Glasspiegel für den Blick ins All

Schriesheim. Das Quartalsthema in der Volkssternwarte widmet sich den Riesenteleskopen – Je größer sie werden, desto mehr Probleme machen sie

Von Stefan Zeeh

Die Tage werden allmählich wieder kürzer und die Nächte dementsprechend länger. Damit ist es auch an der Zeit, dass die Schriesheimer Volkssternwarte ihre Pforten wieder öffnet. Zum Beginn des Herbst- und Winterprogrammes steht des Astronomen wichtigstes Hilfsmittel, das Teleskop, im Mittelpunkt des Quartalsvortrages. Aber nicht jedes x-beliebige Teleskop hat sich Stefan Back für seinen Vortrag ausgesucht, sondern die größten Teleskope der Welt und ihre Technik.

"Das erste wahrhafte Riesenteleskop wurde schon im 19. Jahrhundert von Lord Rosse in Irland gebaut", blickt Stefan Back auf die Anfänge der Gigantomanie im Teleskop-Bau zurück. Der Spiegel dieses Teleskops hat einen Durchmesser von 1,83 Metern und besteht aus Metall, im Gegensatz zu den heute verwendeten Glasspiegeln. Für viele Jahrzehnte war es das größte Teleskop der Welt, und mit ihm gelang es Lord Rosse beispielsweise, die Spiralstruktur von Galaxien zu entdecken. Allerdings konnten damit noch keine einzelnen Sonnen in den fernen Sternenhaufen entdeckt werden.

Das blieb Edwin Hubble vorbehalten, der mit dem 1912 erbauten Hooker Teleskop, das einen Spiegeldurchmesser von 2,54 Metern hat, nicht nur Einzelsterne in der benachbarten Andromeda-Galaxie entdeckte, sondern auch Sterne, die ihre Helligkeit regelmäßig verändern, so genannte Cepheiden.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung