04.05.2007

Ein Gremium für die Interessen der Senioren

(cab) Die Grüne Liste (GL) hat den Antrag auf Einrichtung eines Seniorenrats gestellt. Das Thema liegt dem Gemeinderat am 23. Mai vor. Vom demografischen Wandel werde man herausgefordert, meinten Dr. Barbara Schenk-Zitsch und Gisela Reinhard bei der Vorstellung des Konzepts.

Außerdem greife der Antrag das Ziel der Fraktion auf, die Lebensqualität in der Stadt nicht nur zu erhalten, sondern zu verbessern. Es gelte, die Kompetenzen und die Zeit der Senioren zu nutzen und ihre Eigeninitiative in Kooperation mit Vereinen und Verbänden zu fördern. Sie könnten durch einen parteipolitisch unabhängigen Seniorenrat ein Gremium haben, das zu Fragestellungen ihrer Generation gehört wird. Ihre Anliegen würden dadurch eine verstärkte öffentliche Wahrnehmung erfahren. So könnte beispielsweise die "barrierefreie Stadt" ein Thema sein. Die Grüne Liste sieht ihren Antrag nicht in Konkurrenz zum Wunsch der SPD, von der Stadt die Einrichtung eines Seniorenbüros prüfen zu lassen. Im Gegenteil: "Wir sehen das als wichtige Ergänzung", so Reinhard. Der Seniorenrat könne vielleicht sogar als Träger des Seniorenbüros in Frage kommen.

Schenk-Zitsch verwies darauf, dass es mittlerweile in vielen Städten Seniorenräte gebe. Rund 80 seien es alleine in Baden-Württemberg. Gewählt werden könnte das Gremium von allen über 60-jährigen Bürgern der Stadt. Dabei sei eine Größe von zehn bis 15 Mitgliedern für eine Stadt wie Schriesheim durchaus denkbar. Das Alter müsse als Chance begriffen werden und sei keine Bedrohung, meinte Schenk-Zitsch, zumal viele der Senioren heute noch "sehr fit" seien. Sie wüssten um die Probleme ihrer Generation und könnten sich auch den hochbetagten Mitbürgern annehmen, die oft niemanden hätten, der sich um sie kümmert.

Die Grüne Liste macht bewusst keinen Druck, was die zeitliche Umsetzung ihres Antrags angeht. Sie will das Thema in Schriesheim angemessen und in Ruhe diskutiert wissen. "Und wir brauchen dafür eine breite Basis im Gemeinderat", wünschte sich Reinhard. Das Ganze benötige auch einen organisatorischen Vorlauf. Sie sprach davon, dass die erste Seniorenratswahl etwa in zwei Jahren stattfinden könne.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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