10.09.2007

Nasse Reifen, gespannter Bogen

(jw) "Euer Luftgewehr zeigt bitte immer mit dem Lauf nach vorn in Richtung Zielscheibe. Wichtig ist auch, dass der Abzug des Gewehrs nur einen sehr niedrigen Anpressdruck braucht, seid also vorsichtig", erklärte Oberschützenmeister Johannes Kühn den Zwölf- bis 16-Jährigen kürzlich im Vereinshaus des Altenbacher Sportschützenvereins (SSV) auf der "Kipp". Der SSV organisierte nämlich auch in diesem Jahr gemeinsam mit dem Motorsportclub Altenbach (MSC) den Abschluss des Kinderferienprogramms.

"Oh Gott, ist die Zielscheibe klein", kommentierte Lena, als sie den Lauf des Gewehres auf dem Schießgestell ablegte. Nur noch ein letzter, prüfender Blick über den Gewehrlauf zu der Zielscheibe am anderen Ende des Raumes. Dann drückte sie das linke Auge zu, schaute mit dem rechten durch das Ringkorn und drückte ab. Ein Knall, und schon schoss das Diabolo, die Luftgewehrkugel, in Richtung der Übungszielscheibe, riss jedoch das Papier nur seitlich an. "Ihr habt fünf Schuss auf die Übungsscheibe und fünf auf die Wertungsscheibe", stellte der Oberschützenmeister klar. Die Wertungsscheibe war wichtig für die Siegerehrung beim Ferienprogramm der beiden Vereine. "Der SSV trägt mit zwei Stationen zu dem Programm bei, Luftgewehr und Bogenschießen." Bei letzterem bewiesen die Jugendlichen an der renovierten Schießbahn im Keller des Vereinshauses, dass sie den Bogen raus hatten. Sie spannten die Sehnen und schossen aus zehn Metern Entfernung auf die Zielscheiben aus gepresstem Stroh. Der Verein bekommt in letzter Zeit verstärkt Zulauf beim Bogensport. "Wir freuen uns allerdings über Mitglieder in allen Bereichen", so Kühn. Das Mindestalter liegt bei zwölf Jahren, Infos zum SSV Altenbach gibt es unter www.ssv-altenbach.de.

Bei leichtem Nieselregen flitzte der kleine Sebastian im blauen Go-Kart über die Vereinsstrecke des MSC. "Wenn der Regen stärker wird, müssen wir die Regenreifen aufziehen", stellte Kart-Jugendtrainer Walter Jakob fest. Sebastian sauste unbeeindruckt weiter über den von Pylonen begrenzten Parcours, schlidderte dann um die letzte Kurve vor der Zielgeraden. "27,10 bist du gefahren", rief Egon Stubenrauch vom MSC, als der Junge nach seinem zweiten Wertungslauf gerade den Helm absetzte.

Bei der Gesamtwertung aller drei Stationen holte sich Marius Grahl den ersten Platz, Lennart Fischer sicherte sich den zweiten, Tobias Gernold erfuhr und erschoss sich den dritten Platz. Die ersten drei erhielten Medaillen, alle anderen Ferienkinder eine Urkunde. Stärkungen stellten die Vereine in Form von Würstchen und Getränken zur Verfügung.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung