24.11.2007

Wacker las vom „Mäuse-Georg"

Er selbst war als Kind ein großer Fan von Karl May und Astrid Lindgren: Georg Wacker, CDU-Landtagsabgeordneter und Staatssekretär im Bildungsministerium, war einer der bundesweit 7000 Lesepaten, die gestern beim Vorlesetag im Einsatz waren. Was lag da näher, als seiner ehemaligen Grundschule im Schriesheimer Ortsteil einen Besuch abzustatten und den Altenbacher Kindern das Lesen nahe zu bringen? "Wir veranstalten unter dem Motto ’Starke Kinder, starke Bücher’ insgesamt vier Lesetage und haben Bücher ausgesucht, die Mädchen und Jungen gefallen", so Rektorin Renate Menke.

"Für das Lesen brauchen Kinder Vorbilder. Es ist spannend und macht Spaß. Lesen ist der Schlüssel zur Sprache", erklärte Wacker. Grund für die Leseaktion war eine Befragung im Zusammenhang mit der PISA-Studie. Sie hatte ergeben, dass 60 Prozent der Eltern in Deutschland noch nie mit ihren Kindern ein Buch gelesen haben.

In Altenbach ergab sich glücklicherweise ein anderes Bild. "Ich habe die Kinder gefragt, ob sie ein Lieblingsbuch haben, und fast alle haben sich gemeldet", freute sich Wacker. Bei den Erst- und Zweitklässlern sind Bilderbücher, Tiergeschichten, Fabeln und Klassiker wie "Der kleine Vampir" beliebt.

Wacker las aus dem Buch "Mäusemärchen" von Annegret Fuchshuber vor, das die Geschichte eines Riesen und einer Maus erzählt, die Freunde werden. Die Geschichte ist spannend erzählt und wunderschön illustriert. Für die dritte und vierte Klasse gab es ebenfalls eine Mäusegeschichte, und zwar "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann.

Wacker las den Beginn der Erzählung, um die Kinder neugierig zu machen und zum Weiterlesen zu animieren. Die Mäuse, die in der Speisekammer des großen grauen Hauses ein Leben führen wie die Made im Speck, werden von der Katze bedroht. Der Präsident der Nager, der interessanterweise "Mäuse-Georg" heißt, hält vom raschen Handeln wenig. Reden und abstimmen ist seine Devise.

Ob die Kinder mit dieser plastischen Darstellung eines Parlaments eine Lektion in Politik bekommen sollten, blieb offen. Auf jeden Fall hatten sie viel Spaß beim Zuhören.

Mit den Lesetagen will es die Grundschule nicht bewenden lassen: Der Erlös des im Juni stattfindenden Schulfestes soll für den Grundstock einer Bücherei verwendet werden, und außerdem werden, sozusagen als Weiterführung der Vorlesetage, Lesewettbewerbe veranstaltet

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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