03.08.2009

Zu wenig für Schriesheim?

(sk/cab) Bei aller Freude über den Satzungsbeschluss für das Gebiet Schillerstraße/B3 war mit dem Abschluss des Bebauungsplanverfahrens für einige Stadträte auch ein fader Beigeschmack verbunden.

Schriesheim hätte von der MVV, gemessen an den Streckenkilometern auf seiner Gemarkung, einen größeren Anteil als die ausgehandelten 50 Prozent aus dem Erlös der Grundstücksverkäufe erhalten sollen, kritisierte CDU-Fraktionssprecher Paul Stang.

Auch Stangs FW-Kollege Heinz Kimmel monierte diese Regelung: "Wir halten das in dieser Höhe für ungerechtfertigt." Man hätte sich gewünscht, den kompletten Erlös für Infrastrukturmaßnahmen bezüglich des OEG-Areals zu haben. So werden 50 Prozent davon in den zweigleisigen Ausbau zwischen Schriesheim und Weinheim gesteckt. Über konkrete Summen sei bisher noch nicht gesprochen worden, hieß es auf RNZ-Anfrage aus den Reihen der Fraktionen. Gisela Reinhard (GL) hielt im Gemeinderat dagegen, dass der zweigleisige Ausbau und auch eine städtebauliche Weiterentwicklung nie kostenneutral zu haben gewesen wären.

Bürgermeister Hansjörg Höfer erinnerte daran, dass sich die Stadt Heidelberg, die weder Anlieger noch sonst direkt an dem Vorgang beteiligt sei, immerhin mit drei Millionen Euro an dem zweigleisigen Ausbau Richtung Weinheim beteilige. Auch Schriesheim habe seinen Teil zu tragen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung