04.02.2010

"Stiftung wird Spuren in der Stadt hinterlassen"

"Stiftung wird Spuren in der Stadt hinterlassen"Schriesheim. (cab) Die "Dr. Barbara Schenk-Zitsch Stiftung" kann ihre Arbeit aufnehmen: Am 22. Dezember stellte das Regierungspräsidium die Stiftungsurkunde aus, und das Finanzamt Weinheim hat die Gemeinnützigkeit der Stiftung festgestellt. Damit steht der finanziellen Förderung von Projekten, die Kindern und Jugendlichen in Schriesheim zugute kommen, nichts mehr im Wege.

Allerdings dürfte es Mitte bis Ende des Jahres werden, bis die Stiftung der Zahnärztin und Stadträtin der Grünen Liste erstmals wirken kann, denn zunächst muss das Stiftungskapital in Höhe von 120 000 Euro Zinsen und Erträge erwirtschaften, die dann für gute Zwecke investiert werden sollen: "Denn unsere Stiftung soll eine nachhaltige Form der Unterstützung sein", sagte Dr. Barbara Schenk-Zitsch gestern im Rathaus.

Das heißt: Das Stiftungskapital selbst wird nicht angetastet. So wird es zunächst bei 3000 bis 4000 Euro bleiben, die die Stiftung zur Verfügung stellen kann: "Wir werden das Stiftungskapital aber sicher noch aufstocken", so Schenk-Zitsch.

Ihr dankte Bürgermeister Hansjörg Höfer gestern für ihr Engagement. Mit Blick auf die Stiftungsurkunde sagte er: "Heute ist ein wichtiger Tag für Schriesheim." Schenk-Zitsch werde mit ihrer Stiftung Spuren in der Stadt hinterlassen, sagte der Verwaltungschef, der qua Amt einen Sitz im Stiftungsbeirat hat - neben Gabriela Zitsch und dem Schriesheimer Steuerberater und Rechtsanwalt Thomas Rufer. Er unterstützte Schenk-Zitsch bei der Gründung der Stiftung und führt nun deren Geschäfte.

Im Stiftungsvorstand übernimmt Dr. Barbara Schenk-Zitsch selbst den Vorsitz. Ihre Stellvertreter sind Daniela Zitsch und Julian Thomas Zitsch. Eine Familienangelegenheit im besten Sinne also: "Die ganze Familie war begeistert von der Idee", sagte Schenk-Zitsch. Sie betonte, dass auch ihr Jüngster, Maximilian Zitsch, in den Leitungsgremien der Stiftung einen Platz haben soll - nach seinem 18. Geburtstag in diesem Jahr: "Meine Kinder sollen einmal die Stiftung weiterführen", unterstrich Schenk-Zitsch die Langfristigkeit ihres Fördervorhabens.

Über Generationen hinweg soll es angelegt sein und Kinder- sowie Jugend-Projekte von Kindergärten, Schulen, Vereinen, Kirchen und sozialen Organisationen unterstützen - jedoch nicht Pflichtaufgaben der Stadt. Wobei Schenk-Zitsch nicht ausschließen wollte, dass sie auch eigene Initiativen startet. Auf jeden Fall gehe es ihr um Anschubfinanzierungen: "Wir werden sicher nicht nur ein Projekt über längere Zeit hinweg unterstützen", so die Stifterin, die unterstrich: "Es geht uns dabei um freiwillige Leistungen." Sie habe schon vier Förderungsvorschläge erhalten, sagte Schenk-Zitsch ohne ins Detail zu gehen.

Sollten andere Stiftungswillige ihrem guten Beispiel folgen wollen, so wird sich Schenk-Zitsch weiteren Geldgebern unter dem Dach ihrer Stiftung nicht grundsätzlich verschließen: "Darüber reden kann man immer. Der Zweck muss jedoch unseren Zielen entsprechen."

i Info: Wer sich für eine Förderung bewerben möchte, richte sich schriftlich an die "Dr. Barbara Schenk-Zitsch Stiftung", Max-Planck-Straße 10, 69198 Schriesheim oder per E-Mail an Dr.Zitsch@t-online.de.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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