04.03.2010

Provoziert und diskutiert

Von Nicoline Pilz

Schriesheim. Die Überschrift zur "Liberalen Runde" der FDP war bewusst provokant gewählt: "Wir wollten eine Diskussion in Gang bringen", erklärte Dr. Klaus Westmann aus Hirschberg, der Anteil am Titel "Warum Liberale die multikulturelle Gesellschaft ablehnen". Die Grünen Schriesheims fanden das bereits im Vorfeld populistisch und nicht gelungen, doch auch zwei Leserbriefe schafften es nicht, das Interesse zur Diskussionsteilnahme sonderlich zu fördern. "Die, die es betrifft, sind heute gar nicht hier", stellte ein Zuhörer im Rund 18 Köpfen fest.

Die Grünen machten dafür den Duktus der Headline verantwortlich: "So ausgegrenzt wie heute Abend habe ich mich lange nicht gefühlt", beklagte eine Deutsch-Amerikanerin. Das hätte sie nicht müssen: Mühelos ließ sich aus Erfahrungsberichten heraushören, dass das Konfliktpotenzial mit muslimischen Migranten am größten scheint.

FDP-Ortsverbandschef Ingo Kuntermann sprach von Ressentiments gegen deutschtürkische Mitstudenten seitens radikaler Landsleute. Beklagenswert, so zitierte er eine westlich orientierte muslimische Studentengruppe, dass die Politik radikalen Kräften viel eher eine Gesprächsplattform biete als andersherum.

Referent und FDP-Kreisvorsitzender Dr. Gunter Zimmermann (Foto: Kreutzer) spannte den Bogen über Völkerwanderung und Kolonialisierung: Multikulturelle Gesellschaften, sprich viele Kulturen oder "Multikulturalismus", finden sich in Jetztzeit überall, abgesehen vielleicht von wenigen Urwaldstämmen.

Mehr in der Print-Ausgabe vom 4. März.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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