24.04.2010

"Reform ohne Sinn" trifft auch Schriesheim

Von Volker Endres

Schriesheim. "Wir wollen das kommunale Grundbuchamt so lange wie möglich in Schriesheim erhalten", kündigte Hauptamtsleiter Edwin Schmitt in der Sitzung des Gemeinderates an. Doch 2017 ist Schluss mit der bürgernahen Einrichtung im Rathaus.

Die Grundbücher sollen - nach dem Willen der Landesregierung - digitalisiert und an landesweit elf Standorten zusammengefasst werden. Für Schriesheim wird dann das 145 Kilometer entfernte Amtsgericht in Tauberbischofsheim zuständig sein. Die Grundbuchakten werden in Freiburg gelagert - 197 Kilometer einfache Fahrt.

"Unser Antrag ist unter den gegebenen Umständen die optimale Lösung", warb Schmitt. Wilhelm Körbel könnte damit bis fast zum Ende seiner Dienstzeit 2018 seiner Spezialisierung entsprechend eingesetzt werden und die Schriesheimer hätten davon den Nutzen. "Immerhin herrscht an den Grundbuchtagen immer reger Betrieb im Rathaus", kennt Bürgermeister Hansjörg Höfer den Wert der Einrichtung vor Ort, wo der Eintrag, bei fachkundiger Beratung, oft noch am Tag des Kaufs vorgenommen werden konnte. Dementsprechend richtete sich der Unmut der Fraktionen nicht gegen den Vorschlag der Verwaltung, sondern vor allem gegen die Pläne der Landesregierung.

Mehr in der Print-Ausgabe vom 23. April 2010.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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