07.05.2010

Verantwortung für die Naturschätze

Von Stephanie Kuntermann

Schriesheim. "Wären die Holzmarktpreise andere gewesen, dann hätte der Schriesheimer Wald die ganzen Jahre über schwarze Zahlen schreiben können", bemerkte Lothar Schrodin vom Regierungspräsidium. Schuld an den roten Zahlen war Ende 1999 der Orkan mit demselben Vornamen wie der Oberforstrat aus Karlsruhe. Dank "Lothar" gingen vor zehn Jahren nämlich die Holzmarktpreise in den Keller, weshalb bei der letzten Forsteinrichtung denn auch niedrigere Hiebszahlen veranschlagt wurden. Der neue Forstwirtschaftsplan, den der Gemeinderat in seiner Sondersitzung verabschiedete, gilt bis zum Jahr 2019 und sieht etwas höhere Produktionszahlen vor, nämlich 105 000 Festmeter statt 73 000 wie bisher.

Noch höhere Hiebszahlen hätten wirtschaftlich keinen Sinn, beantwortete Forstdirektor Dr. Ulrich Wilhelm eine Frage von FW-Stadtrat Dr. Herbert Kraus. "Denn die Geschwindigkeit, mit der wir bei den Altbeständen vorgehen, bestimmt die Naturverjüngung." Wenn es entsprechend mehr Jungpflanzen gebe, müssten die wiederum mit Zäunen vor Verbiss geschützt werden. "Weil wir keine höheren Hiebszahlen veranschlagt haben, wurden deshalb um die 500 000 Euro für Zäune und Schutzmaßnahmen gespart", gab Wilhelm zu bedenken.

Mehr in der Print-Ausgabe vom 07. Mai 2010.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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