24.06.2010

Der Gemeinderat machte den Weg frei

on Carsten Blaue

Schriesheim. Der Gemeinderat hat gestern einer Flurneuordnung in den Schriesheimer Weinbergen zwischen Steinschleifenweg und Dossenheim grundsätzlich zugestimmt. Die Verwaltung kann jetzt in die Planungen einsteigen. In dem etwa 30 Hektar großen Gebiet geht es vor allem um einen Ausbau der Wege, damit die Winzer besser an ihre Rebzeilen kommen. Viele Grundstücke sind entweder nur über Pfade oder über den Grund und Boden des Nachbarn zu erreichen. Manche Wege enden einfach in einem Dickicht. Auch für Wanderer ein ärgerlicher Zustand.

Zu einer großflächigen Terrassierung der Weinberge, wie bei der Rebflurbereinigung im Kuhberg, komme es dieses Mal nicht. Etwa fünf bis sechs Hektar müssten aber wohl umgestaltet werden, sagte gestern der Leiter des Amtes für Flurneuordnung beim Rhein-Neckar-Kreis, Reinhold Schmidt, auf RNZ-Anfrage im Vorfeld der Gemeinderatssitzung: "Nur in der Mitte des Areals haben wir ein paar zum Teil schon brach fallende Steillagen, bei denen man eine Umgestaltung ins Auge fassen könnte. Das Ganze ist weniger problematisch als der Kuhberg."

Möglich wird die Fortsetzung der Flurbereinigung in den Weinbergen durch das Modellprojekt "Integrierte ländliche Entwicklungskonzepte in Baden-Württemberg", kurz: ILEK. Aufgelegt vom Landesministerium für Ernährung und ländlichen Raum, will ILEK landwirtschaftlich geprägte Flächen als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum weiterentwickeln. Dafür gibt es Zuschüsse, und zwar maximal 30 000 Euro pro Projekt. Und wenn ILEK im Rahmen einer Flurneuordnung realisiert wird, dann sind sogar zehn Prozent mehr Förderung drin. Mindestens zwei benachbarte Gemeinden müssen mitmachen.

Mehr lesen Sie in der RNZ vom 24. Juni 2010.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung