14.09.2010

Weinlese der WG beginnt am Freitag

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Eigentlich gibt es der Reifegrad quer durch die Rebsorten nicht her. Aber Fäulnis macht sich breit. Gerade im Müller-Thurgau. Daher sieht sich die Winzergenossenschaft (WG) zum Handeln gezwungen. Also teilte WG-Geschäftsführer Harald Weiss in der gestrigen Herbstversammlung der Genossenschaftswinzer im Hotel "Zur Pfalz" mit, dass die Lese des Müller-Thurgau bereits am kommenden Freitag, 17. September, beginnt.

Für die Winzer ist dieser frühe Lesestart allerdings an zwei Bedingungen geknüpft: Die Ernte soll nur in Anlagen beginnen, deren Zustand wirklich kritisch ist. Zudem soll das Mostgewicht der Trauben bei über 70 Grad Oechsle liegen. Bei den jüngsten Reifemessungen im Müller-Thurgau wurden Oechsle-Grade zwischen 58 und 75 gemessen. Wer diese Sorte bereits am Freitag oder am kommenden Samstag lesen möchte, sollte dies unbedingt vorher anmelden. Danach wird der Müller-Thurgau noch bis zum Samstag, 25. September geerntet. Dieser Tag solle für die Traditionssorte der Hauptlesetag sein, wie Weiss sagte.

Im Grunde geht es also nur darum, in Weinbergen, die wirklich von Fäulnisschäden betroffen sind, zu retten, was zu retten ist. Alles andere hat Zeit: "Wir verfallen jetzt sicher nicht in Panik", unterstrich Weiss. Daher legte er den Winzern ans Herz, selbst beim Müller-Thurgau über eine sortierte Lese nachzudenken.

Denn auch nach einer problematischen Vegetationszeit in einem Jahr der Wetterextreme für die Winzer rückt die WG von ihrem Hauptziel nicht ab, und zwar beste Qualitäten in den Keller zu bringen. "Es wird kein einfacher Herbst, aber gemeinsam werden wir ihn meistern", schwor Weiss die Genossen auf die Lese ein.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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