18.11.2010

Wacker für "Schriesheim 21"

RNZ

Schriesheim. (nip) Kultusstaatssekretär Georg Wacker (CDU) war der dritte Landtagsabgeordnete, der nach Dr. Birgit Arnold (FDP) und Uli Sckerl (Grüne) den Weg ins Rathaus zu Bürgermeister Hansjörg Höfer nahm. Und wie nicht anders zu erwarten, sagte Wacker ebenso Unterstützung zu wie zuvor seine Kollegen im Landtag. Nun fehlt eigentlich nur noch seitens der SPD Gerhard Kleinböck, um zwei Anliegen Schriesheims von allen Seiten kräftig zu befeuern.

Dabei geht es um die Aufnahme in zwei unterschiedliche Sanierungsprogramme des Landes, wovon eines an und für sich strukturschwachen Gebieten im ländlichen Raum vorbehalten ist. Wacker sieht dennoch gute Chancen, dass die Neugestaltung von Altenbachs Ortsmitte darin Platz findet. Eine Vorprüfung der Pläne durch die Fachbehörden habe stattgefunden, und er rechne mit einer Entscheidung noch in diesem Jahr, sagte Wacker. Durch "Beseitigung städtebaulicher Missstände" soll dabei der Ortsmittelpunkt Altenbachs tatsächlich einer werden. "Mit Aufenthaltscharakter", wie Höfer anmerkte. Allein für diesen Zweck spendete SAP-Mitbegründer Hasso Plattner 200 000 Euro. Aus dem Sanierungsprogramm kämen ferner Zuschüsse, damit Hausbesitzer ihr Eigentum energetisch sanieren können. Während Wacker für den Ortsteil Altenbach nach Angaben Höfers den Antrag ohnehin initiierte, erhofft er sich dessen Fürsprache ebenso fürs weitaus größere Sanierungsgebiet "Schillerstraße/B 3". Auch hier sollen, wie mehrfach berichtet, Mängel im Städtebau beseitigt und unter anderem Anwohner zur energetischen Sanierung ihrer Häuser ermutigt werden. Ohne eine finanzielle Förderung, fürchtet Höfer, würden etliche Hausbesitzer nicht mitziehen. Dabei liegen konkrete Anfragen von Anwohnern bereits vor, teilte Stadtbaumeisterin Astrid Fath mit. Von zirka 200 nach ihrem Sanierungswillen befragten Haushalten hätten sich knapp 60 Prozent rückgemeldet, davon würde über die Hälfte ins Eigenheim investieren, was wiederum mittelständischen Betrieben zugute käme, wie Höfer anmerkte.

Zur Realisierung dieses ersten Abschnitts rechnet die Stadt mit einem Investitionsvolumen von 1,3 Millionen Euro. Insgesamt, schätzte Fath vorsichtig, hätte das Großprojekt, das die Eckpunkte OEG-Gelände, Schillerstraße und Ladenburger Straße umfasst, eine Größenordnung von zehn bis 15 Millionen Euro über einen Realisierungszeitraum von mehreren Jahren. "Nach der Sanierung der Altstadt ist dies das zweite Projekt von derart einschneidender Bedeutung", fand Wacker. Höfer nickte.

Auf einer Fläche von acht Hektar könnte Entscheidendes passieren: "Das gesamte Stadtbild wird sich verändern." Der CDU-Abgeordnete versprach, sich zunächst ins Thema einzuarbeiten, um dann auf "informeller Ebene die Fühler auszustrecken". Die endgültige Entscheidung, ob das Sanierungsgebiet Aufnahme ins mehrfach überzeichnete Landesprogramm findet, liegt beim Wirtschaftsministerium. Eine Antwort werde es in diesem Jahr wohl eher nicht, möglicherweise aber vor der Landtagswahl geben, meinte Wacker, der von "Schriesheim 21" sprach. "Ja, aber oberirdisch", ergänzte der Bürgermeister trocken.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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