04.12.2012

Räumfahrzeuge waren permanent im Einsatz

Weinheim/Schriesheim. (wei/lue) Für manchen unbedarften Zeitgenossen kam der Winter pünktlich zum ersten Advent unvermittelt hereingeschneit. Nicht aber für Karl-Heinz Bernhardt und Rainer Rettig. Der Weinheimer Tiefbauamtsleiter und der Leiter des städtischen Bauhofs standen in den Startlöchern. Der erste stadtweite Winterdienst verlief reibungslos, bestätigte Rettig. Der "weiße Sonntag" begann für die Bauhof-Mitarbeiter in aller Herrgottsfrühe. Um 4 Uhr ging der Winterdienst los. "Es war gut, dass es ein Sonntag war", erklärt der Bauhofleiter, "so waren nicht so viele Autos unterwegs". Bis um 7 Uhr waren die Hauptverkehrsstraßen und Steilstücke geräumt, dann ging es auf den Nebenstrecken weiter. Während andere Familien beim Adventsfrühstück saßen, waren die Bauhof-Männer im Einsatz, die meisten bis zur Mittagszeit.

Die elf Räumfahrzeuge der Stadt sind gewartet und wurden vom Fuhrparkteam des Bauhofs auf den Punkt fit gemacht für die Höchstleistung, die sie auch in diesem Winter wohl bringen müssen.

Die rund 80 Mitarbeiter des Bauhofs legen ab sofort ihr Telefon nicht mehr aus der Hand - höchstens nachts möglichst nahe ans Ohr. Denn Bereitschaft heißt: Jeden Morgen um vier Uhr drehen im Wechsel die Einsatzleiter des Bauhofs in der Stadt und in den Odenwald-Stadtteilen ihre Kontrollrunden, bei Eis oder Schnee setzen sie eine Telefonkette in Gang, so dass der Winterdienst so früh wie möglich beginnen kann.

Dann werden nach einem Prioritätenplan die Weinheimer Straßen geräumt und gestreut, sodass bis 7 Uhr die Menschen möglichst ohne Probleme an ihren Arbeitsplatz fahren können.

Der Weinheimer Winterdienst hat wegen der verstreuten Gemarkung, den im Odenwald gelegenen Ortsteilen und vielen Hangstraßen eine besonders knifflige Aufgabe zu bewältigen - gilt in der Region aber auch als besonders leistungsfähig und flexibel. Das liegt vor allem daran, dass die Fahrer der Räumfahrzeuge seit vielen Jahren erfahren und ortskundig sind, während andere Kommunen nicht selten auf gewerbliche Dienstleister zurückgreifen, bei denen das Personal öfter wechselt. "Unsere Leute kennen jeden Winkel", beschreibt Rettig.

Das gilt auch für die Mitarbeiter des Winterdienstes im Schriesheimer Stadtteil Altenbach. "Es ist alles im grünen Bereich", berichtete Ortsvorsteher Alfred Burkhardt gestern Nachmittag auf RNZ-Anfrage nur von wenigen Beschwerden. Dies sei vermutlich der Tatsache geschuldet, dass der Winter an einem Wochenende über Altenbach hereingebrochen sei. Nachdem jahrelang eine Fremdfirma Schnee und Eis beseitigte, kümmert sich die Verwaltung mit eigenem Fahrzeug jetzt selbst darum. Die Fahrer hatten bei Dauerschneefall einiges tun. "Sie sind seit heute früh permanent im Einsatz", erläuterte Burkhardt.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung