19.03.2013

Waldschwimmbad braucht mehr Helfer

Von Karin Katzenberger-Ruf

Schriesheim. Bei Sonnenschein und Wohlfühltemperaturen schwimmen gehen: Davon können auch die Schriesheimer Wasserratten derzeit nur träumen. Doch bereits am Samstag, 27. April, startet das Waldschwimmbad in seine neue Saison. Bis dahin gibt es auf dem Gelände aber noch einiges zu tun. Ihren ersten Einsatz hatten die freiwilligen Helfer unter der Regie des IEWS (Interessengemeinschaft zur Erhaltung des Waldschwimmbads Schriesheim) am Samstag.

Gegen 11 Uhr waren die Helfer mit Schwimmmeister Uwe Leetz allerdings nur zu dritt. Dabei müssen laut Leitz bis zum Saisonstart noch die Fassaden und die Geländer gestrichen werden. Das war am Samstag bei einer Temperatur von nur fünf Grad aber nicht sinnvoll. Die Farbe wäre nur schwer zu verteilen gewesen, hätte vielleicht gar nicht gehalten. Im angrenzenden Wald lag sogar noch Schnee. Laub fegen und Büsche schneiden, das ging. Auch im Herbst waren schon einige Pflegemaßnahmen bewerkstelligt worden. Auch die Türen der Umkleidekabinen glänzen wieder in strahlendem Blau. Jetzt stehen noch der Austausch von Pumpen und Filtern sowie die Sanierung von Betonflächen an. Und wie sieht es am Schwimmbecken aus? Da ist noch das Wasser vom Vorjahr drin, Kunststoffpuffer bewahren es vor Schäden durch gefrierendes Wasser, die Startblöcke liegen abmontiert am Beckenrand. Auch die Blumenkübel müssen demnächst neu bepflanzt werden. Derweil hatte auch die Uhr neben den Umkleidekabinen Winterruhe, sie wurde abgestellt und steht seit Monaten auf genau "5 vor 6".

Wenn Uwe Leetz einen Wunsch frei hätte, dann würde er sofort eine Abdeckung für das Schwimmbecken anschaffen, damit über Nacht nicht so viel Wärme verloren geht. Das kostet zwar um die 70 000 Euro, die Investition würde sich wegen der hohen Energieeinsparung aber dauerhaft lohnen. Doch zurzeit plagen den Schwimmmeister ganz andere Sorgen: Denn für die kommenden Samstage braucht er noch Freiwillige. Genug Arbeit hätte er zu verteilen: Und immerhin hat die IEWS über 8000 Mitglieder, wie der kommissarische Schriftführer Michael Gebhardt weiß. Er fände es schön, wenn bis Ende März ganze Gruppen zum Arbeitseinsatz im Waldschwimmbad erscheinen. Das könnte an einem Samstag zwischen 10 und 16 Uhr ja durchaus auch zu einem geselligen Ereignis werden.

Uwe Leetz würde sich seinerseits über jede helfende Hand freuen. "Ansonsten ist eben einiges nicht fertig, wenn wir eröffnen", sagt er. Es bleiben noch sechs Samstage. "Ich werde auch am Ostersamstag da sein", kündigt der Schwimmmeister an. Andere vielleicht auch? Immerhin könnte es ja ja sein, dass es bis dahin wärme Außentemperaturen gibt, und die körperliche Arbeit in der freien Natur dann wieder mehr Spaß macht.

Sollten sich weiter zu wenige Freiwillige melden, müssten zumindest ab dem nächsten Jahr manche Arbeiten an Unternehmen vergeben werden, was mit entsprechenden Kosten verbunden wäre. Und das würde wiederum so gar nicht ins Bild der IEWS passen, die seit seiner Gründung viel für den Schriesheimer Badespaß getan hat.

Unter anderem ist jetzt noch zu klären, ob die Tore oder Überdachungen des Bades (zum Teil) erneuert werden. Dann müssten die Helfer die alten nämlich nicht mehr frisch streichen. Beim ersten Arbeitseinsatz meldete sich beim Schwimmmeister immerhin eine Rettungsschwimmerin zurück. Sie würde sich bei der Wiedereröffnung des Bades gerne zum Dienst melden.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung