24.06.2013

Schriesheims neue "Traum-Kombination"

Schriesheims neue "Traum-Kombination" Volker Huppert, Sabrina Burkhardt, Sven Witteler, Heinz Kimmel und Manfred Weißopf (von links) beim Spatenstich. Foto: Dorn
Von Stefan Zeeh

Schriesheim. Die Bebauung des ehemaligen OEG-Areals schreitet voran. Mit dem ersten Spatenstich wurde gestern das Startsignal für den Bau des künftigen Senioren- und Gesundheitszentrums am Schillerplatz gegeben, das den mittleren Teil des früheren OEG-Bereichs einnehmen wird. Bevor allerdings die Spaten in die harte Erde des alten OEG-Areals einstachen, erinnerte Projektentwickler Sven Witteler die rund 50 Gäste an die drei Jahre Vorbereitungszeit und die zahlreichen Diskussionen sowie scheinbar endlosen Sitzungen, die mit dem Projekt verbunden waren. Besonders dankte er den Gemeinderatsfraktionen von CDU, Freien Wählern, SPD und FDP, "die das Projekt von Anfang an unterstützt haben", so Witteler.

"Wir wollen Älteren damit ein menschenwürdiges Leben ermöglichen", nannte er eines der Ziele, die mit dem Projekt verbunden sind. Die zentrale Lage in Schriesheim und die unmittelbare Anbindung an den OEG-Bahnhof biete die besten Voraussetzungen, damit ältere Menschen weiter am öffentlichen Leben teilnehmen könnten. Auch der Weg zum Einkaufen sei nicht weit. Hinzu komme die Kombination Seniorenzentrum-Ärztehaus, sodass die medizinische Versorgung gewährleistet sei.

Das in das Gebäude integrierte Café biete zudem die Möglichkeit, sich mit Verwandten zu treffen. Die beiden künftigen Betreiber des Cafés, Fabio und Marco Grillo, sind in Schriesheim bestens bekannt, führen sie doch das TC-Clubrestaurant "La Pineta". Ebenso kann die ausführende Baufirma auf große Erfahrung zurückblicken. "Mit dem Bauunternehmen d+b Bau haben wir eine Firma beauftragt, die seit mehr als 150 Jahren erfolgreich am Markt ist", betonte Witteler. Also beste Voraussetzungen für ein Gelingen des Projektes, das in seiner Entstehung auch an anderer Stelle Probleme bereitete: "Das schwierig zugeschnittene Grundstück", so Architektin Sabrina Burkhardt, stellte auch für sie eine Herausforderung dar.

"Auf dem schmalen und sehr langen Grundstück werden vier Gebäudeteile mit drei Geschossen und ein Dachgeschoss, das als Staffelgeschoss ausgebaut ist, entstehen", stellte sie ihre Planungen vor. "Unser Gebäude soll durch Geradlinigkeit und Schlichtheit überzeugen", beschrieb sie die gewünschte Wirkung des Komplexes auf den Betrachter, wobei besonders das Seniorenzentrum Ruhe und Wärme ausstrahlen solle. Die räumliche Trennung des Senioren- von dem Gesundheitsbereich, durch eine fünf Meter breite Lücke, trägt sicherlich dazu bei.

Für Wärme wird auch das Blockheizkraftwerk sorgen, mit dem das Gebäude beheizt wird. Zusammen mit dreifach wärmegedämmten Fenstern und einer hervorragenden Dämmung der Außenwände führe dies zum Erreichen eines Energiestandards, der 30 Prozent "über" dem derzeit vorgeschriebenen liege. Betreut wird das Seniorenzentrum von der AWO Rhein-Neckar. Deren Geschäftsführer Manfred Weißkopf hob die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts mit Seniorenwohnungen, Behindertenwohngruppen und Tagespflege hervor. "Wenn bei Kinderkrippen von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesprochen wird, muss das auch in Bezug auf die Betreuung älterer Menschen gelten." So habe sich die "mittlere Generation" nicht nur um ihre Kinder zu kümmern, sondern auch um ihre eigenen Mütter und Väter.

"Wir freuen uns, wenn hier Leben einzieht", so der Schriesheimer Stadtrat Heinz Kimmel als Vertreter von Bürgermeister Hansjörg Höfer, welcher an einem bereits länger geplanten Betriebsausflug der Stadt teilnahm.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung