15.07.2013

Der KSV bekommt sein "Finale daheim"

Von Carsten Blaue

Weingarten/Schriesheim. Werner Wolf, der Ringerchef des KSV Schriesheim, bewies hellseherische Fähigkeiten: "Dann ringen wir eben das Finale daheim", hatte er vor der Runde der letzten Vier im nordbadischen Ringerpokal gesagt. Und so kommt's. Der Erstliga-Aufsteiger gewann sein Halbfinale am Samstagabend bei der Reserve des SV Germania Weingarten ungefährdet mit 5:27, und nach drei Auswärtskämpfen in der diesjährigen Pokalrunde haben die Bergsträßer an diesem Donnerstag endlich Heimrecht (20.30 Uhr, KSV-Halle). Gegner im Endkampf um den Pokal ist der Regionalligist KSV Ispringen, der beim KSV Östringen deutlich mit 1:30 gewann.

Auch die Schriesheimer sorgten in Weingarten schnell für klare Verhältnisse und brachten es in den acht Kämpfen zu sieben Siegen, davon vier auf Schulter, zwei technisch überlegen und einer nach Punkten. Nach nur 21:16 Minuten reiner Kampfzeit war dieser Halbfinalabend erledigt. Der Coach der Gastgeber, Frank Heinzelbecker, setzte mit Ansage auf den Nachwuchs und bot mit Ionut Panait und David Hirsch gerade mal zwei Stammkräfte der ersten Mannschaft auf.

Allerdings gaben auch die Schriesheimer ihren jungen Talenten eine Chance, ergänzt durch die Routiniers in den schweren Gewichtsklassen Kai Dittrich und Stefan Kehrer sowie durch den Neuzugang im Bantamgewicht, Ibrahim Fallacara. Dieser konnte schon nach elf Sekunden Kampfzeit duschen gehen und sich über einen schnellen Schultersieg gegen Fabian Wimmer freuen. Zuvor hatten neben Kehrer im freien Stil auch Sebastian Schmidt (50 Kilogramm, greco) und Fabian Rieser (55 Kilogramm, Freistil) schnell auf Schultern gewonnen.

Dittrich hatte im einzigen Duell zwischen zwei Erstligaathleten gegen Hirsch wenig Probleme und gewann in drei Runden mit 3:11 Wertungspunkten. Schöne Wertungen erzielte auch KSV-Mittelgewichtler Dennis Flade in drei technisch überlegenen Runden im freien Stil gegen Dominik Ehrismann. Matthias Schmidt (66 Kilogramm) ließ bei seinem 1:4 gegen SVG-Athlet Philipp Hoffman eine Runde liegen, bevor dem technisch überlegenen Panait gegen Jan Steffan nur noch Ergebniskosmetik gelang.

Eine Standortbestimmung der beiden Erstligisten war der Abend also nicht. Für KSV-Chef Klaus Grüber brachte er zumindest eine Erkenntnis: "Auch unsere jungen Ringer sind auf einem guten Weg."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung