13.03.2014

Eine ganz neue Art des "Schriesemer Abends"

Weinprämierung im Zehntkeller am "Schriesemer Abend"

Die erfolgreichen Winzer mit den Weinhoheiten und dem Bürgermeister. Foto: Dorn

Schriesheim. (cab) Es war eine ganz neue Art des "Schriesemer Abends" gestern im Zehntkeller. Am mathaisemarktfreien Mittwoch rockte nicht wie all die Jahre zuvor die "T-Band" im kleinen Keller. Das unterhaltsame Geschehen konzentrierte sich ganz auf das große Gewölbe, in dem erstmals Rudi Kling zur traditionellen Pokalübergabe der Weinprämierung aufspielte. Die Bankreihen waren dicht an dicht besetzt. Und auch im Probiereck, zu dem der vordere Bereich des kleinen Kellers dieses Jahr umgestaltet wurde, tummelten sich die Weinfreunde. Ein launiger, weniger lauter Abend mit viel Gemütlichkeit und Schunkelrunden zu Evergreens aus Klings Repertoire, die die Besucher gerne mitsangen.

An sie richtete Hansjörg Höfer zuerst das Wort, dankte ihnen für die Teilnahme am Festzug oder für die Unterstützung an der Zugstrecke. Der Bürgermeister erinnerte an die Reaktionen des Spielmannszuges aus Altensteig: "Die Musiker sind bei vielen Festzügen dabei. So ein tolles Publikum wie bei uns am Sonntag haben sie aber noch nie gehabt." Applaus im Gewölbe danach auch für die Weinhoheiten. Weinkönigin Lena zog für sich und ihre Prinzessinnen Stefanie und Hannah eine "Halbzeitbilanz" des Mathaisemarktes.

Viel hätten sie schon erlebt und gelernt: "Und heute bin ich auch nicht mehr so aufgeregt", gestand die Weinkönigin, die ihre Erkältung auf die Küsschen von Ministerpräsident Winfried Kretschman zurückführte. Der Landesvater war zur Mittelstandskundgebung gesundheitlich angeschlagen angereist. Würdigte Lena zunächst die Arbeit aller Winzer, so übergab sie anschließend die neuen, von der Volksbank Kurpfalz H+G Bank gestifteten Pokale an die erfolgreichen Weinbauern der Weinprämierung des Mathaisemarkts.

Für die Hessische Bergstraße erhielt die Bergsträßer Winzer eG Heppenheim den Ehrenpreis, das Bensheimer Weingut Mohr den ersten Preis. Unter den anstellenden Winzern der Badischen Bergstraße ging der Ehrenpreis an das Weingut Bielig, erste Preise teilten sich die Schriesheimer Winzergenossenschaft und der Winzerkeller Wiesloch. Das Hohensachsener Weingut Raffl bekam den zweiten Preis, über den dritten Preis freute sich Winzer Matthias Schmidt vom Weingut Rosenhof in Ladenburg. Der vierte Preis ging an das Weingut Jäck.

Eine Auszeichnung außerhalb des Wettbewerbs erhielt die Weinbau-AG der Kurpfalz-Realschule. Die Schüler der Klassen fünf bis zehn bewirtschaften unter der Leitung von Konrektor Michael Schneider einen Weinberg von Peter Bausback. Der Wein wird im Weingut Rosenhof ausgebaut. Bei der Blindverkostung erhielt ihr Weißburgunder von der Jury auf Anhieb 4,5 von fünf Punkten.

Das Niveau der 66 Weine, die bei der diesjährigen Weinprämierung angestellt wurden, fasste Bielig treffend zusammen: "Ich kenne die Weine der Kollegen. Die sind alle super. Wir können stolz sein auf die Bergstraße. Egal, ob süd oder nord." Es sei die Lebensart, die die ganze Bergstraße umfasse. Das eint, und zwar über die Landesgrenzen hinweg.

Copyright (c) rnz-online

Eine ganz neue Art des "Schriesemer Abends"-2

Autor: Rhein-Neckar-Zeitung