09.05.2014

Schriesheim vergibt wertvolle Jubiläums-Erinnerungen

Schriesheim vergibt wertvolle Jubiläums-Erinnerungen

In Kooperation mit der örtlichen Volksbank gibt die Stadt Medaillen in Gold und Silber heraus.

Die wertvollen Sammlerstücke zeigen die Strahlenburg und das Stadtwappen mit dem Verweis auf 1250 Jahre Ersterwähnung Schriesheims samt Jahreszahlen. Foto: Dorn

Von Stephanie Kuntermann

Schriesheim. Nicht nur Becher, Anstecker und T-Shirts gibt es im Jubiläumsjahr zu kaufen, sondern jetzt auch richtige kleine Schätze. Aus Anlass der ersten urkundlichen Erwähnung Schriesheims vor 1250 Jahren gibt die Stadt nämlich Jubiläums-Medaillen heraus.

30 Millimeter im Durchmesser und 8,5 Gramm schwer sind die Taler, die es als "Feingoldprägung 999" gibt oder, mit einem Grad von 999, als Silberprägung. Auf der einen Seite ist das Stadtwappen, auf der anderen die Strahlenburg abgebildet, dazu die Jubiläums-Jahreszahlen 764 und 2014.

"Die Münze ist ab sofort erhältlich in unseren Filialen in Schriesheim und Altenbach", sagt Friedrich Ewald, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Kurpfalz H+G Bank. Das Geldinstitut präsentiert die Medaillen - Münzen sind sie nicht, da keine Zahlungsmittel - in Kooperation mit dem Bochumer Hersteller EuroMint in einer Auflage von 1250 Stück bei den Silber- und von 125 Stück bei den Goldmünzen.

"Jede Münze gibt es mit Echtheitszertifikat", erklärt Karl Heinz Sabel, Verkaufsleiter von EuroMint. Sein Arbeitgeber, berichtet Sabel, sei Marktführer im deutschsprachigen Raum und spezialisiert auf Sonderprägungen zu Jubiläen, aber auch im "kirchlichen Bereich" und für sportliche Anlässe. Die Vorlagen stammen dagegen von der Stadt, wurden mit dem Hersteller abgestimmt und von der Verwaltung freigegeben.

Dass am Himmel oberhalb der Burgruine eine einzelne Wolke steht, erklärt Sabel mit ästhetischen Gründen: "Es ist grundsätzlich gut, wenn eine Fläche mit einem Motiv ausgefüllt wird und nicht einfach einen leeren Hintergrund bildet." Auch Bürgermeister Hansjörg Höfer will nichts hören von Wortspielereien mit dunklen Wolken, die sich über etwas zusammenbrauen: "Es war einfach kalt ohne die Wolke, jetzt sieht es wesentlich lebendiger aus." "Eine Schäfchenwolke", ergänzt Ewald mit einem Lächeln. Jede Medaille hat außerdem eine eigene Nummer. Bürgermeister Hansjörg Höfer erhält das silberne Exemplar mit der Seriennummer eins, das es bei der Bank für rund 50 Euro gibt, aus Sabels Hand als Präsent. Deutlich teurer wäre das ausgefallen, hätte Höfer die Goldmedaille bekommen: Sie ist für den Preis von rund 800 Euro im Verkauf.

Was auch die letzte Wolke vom symbolischen Himmel vertreiben dürfte, ist die Tatsache, dass man mit dem Medaillenkauf ein gutes Werk tut. Jeweils zwei Euro pro Silber- und zehn Euro pro Goldtaler gehen als Spende an die Stadt Schriesheim und sind gedacht für soziale oder kulturelle Zwecke.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung