20.06.2014

Schriesheimer Feuerwehr-Partnerschaft währt seit 25 Jahren

Gestern kamen 35 Wehrleute aus dem österreichischen St. Margarethen. Am Sonntag sind die Bürger zum Tag der Sicherheit eingeladen.

Seit 25 Jahren sind die Feuerwehren aus Schriesheim und St. Margarethen Partner. Während dieses Jubiläum am Wochenende in der Weinstadt begangen wird, haben die Schriesheimer und ihr damaliger Bürgermeister Peter Riehl 2004 das 100-jährige Bestehen der österreichischen Wehr mitgefeiert (linkes Bild). Zum 105. Geburtstag (2009) gratulierte schon Hansjörg Höfer (re. oben). Und dann gibt es in St. Margarethen noch den 'Schriesheimweg', den man 2007 gemeinsam einweihte. Fotos (3): Kreutzer

Von Stephanie Kuntermann

Schriesheim. Fast genau 25 Jahre reicht die Partnerschaft der Freiwilligen Feuerwehr mit der Feuerwehr im österreichischen St. Margarethen mittlerweile zurück: Am 23. Juni 1989 unterzeichneten Vertreter beider Wehren die Partnerschaftsurkunde. Noch einmal fünf Jahre älter sind die Freundschaften unter den Wehrleuten, was jetzt mit einem verlängerten Festwochenende gefeiert wird. Dazu sind am gestern Abend die 35 Kameraden um Kommandant Hans-Peter Baldauf gekommen.

Bei einer Weinprobe, geleitet von Schriesheims früherer Weinkönigin Målin Well, wurde in der Kuhbergstube das Wiedersehen gefeiert. Am heutigen Freitag steht der Besuch des Sinsheimer Technikmuseums an, am Abend gibt es einen Festakt mit Musik, Festschrift, Ehrungen und Ansprachen. "Das ist nicht öffentlich, an diesem Abend soll die Kameradschaft im Vordergrund stehen", erklärt Schriesheims Kommandant Oliver Scherer. Am Samstag steht eine Stadtführung an mit Besichtigung von Strahlenburg und Bergwerk an, bevor alle zum Sommernachtsfest ins Feuerwehrhaus einkehren.

Die Feier hat eine lange Tradition, auch mit dem musikalischen Programmpunkt "Fire' n Groove", der ebenso traditionell von der T-Band bestritten wird. Zur Fußball-WM gibt es aber eine kleine Änderung: Ab 21 Uhr schweigen Gitarren und Schlagzeug, die Fans dürfen sich auf die Übertragung des Spiels Deutschland gegen Ghana in der Fahrzeughalle freuen. Danach wird entweder gemeinsam der Sieg gefeiert, oder die Band tröstet mit rockigem Sound und schnellen Beats über die verlorene Partie hinweg.

Soweit zum "Solo-Programm" der Feuerwehr. Am Sonntag wird weiter gefeiert, diesmal mit DRK und Polizei. Als Erweiterung des sonst üblichen Tags der offenen Tür steht heuer ein größer angelegter "Tag der Sicherheit" auf dem Programm: Allein Feuerwehr und Rotes Kreuz stellen dabei um die 100 Helfer, die den ganzen Tag über im Einsatz sind. Das DRK ist am Start mit einem großen Fuhrpark sowie Aktionen der Jugend-Sanitäter, wie etwa Übungen und "Bärenklinik". Außerdem gibt es eine Vorführung der Hundestaffel.

Die Polizeihunde zeigen ihr Können, man kann zudem die Reiterstaffel bewundern und sein Fahrrad codieren lassen. Dazu gibt es auch etwas fürs Auge, zeigen doch Feuerwehr und DRK einige historische Raritäten aus ihren Fahrzeugbeständen, angefangen mit Oldtimern von 1954. Ganz modern sind dagegen der Kranwagen und der "Turbo-Löscher".

Klassiker bei den Vorführungen sind Lösch-Übungen der Jugendfeuerwehr, der Absturz-Sicherungsgruppe und die "Fett-Explosion", ein spektakulärer Feuerball, den das Zusammentreffen von Wasser und heißem Fett auslösen kann. Ganz neu ist dagegen ein kreatives - Pardon! - destruktives Mitmach-Angebot der Kameraden: Wer will, darf mit hydraulischem Gerät versuchen, ein Schrottauto zu zerlegen.

Davor und danach gibt's eine Menge Eindrücke und eine Menge Speisen, angefangen beim Frühschoppen mit "Knöchel-Essen" über ein Mittagessen aus der Küche von "Fath's Backwahn" bis hin zu Kaffee und Kuchen beim "Café Florian".

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung