03.02.2004

Wasser marsch für neue Gebühr

Gemeinderat beschließt am Mittwoch - Grüne für Nachbesserungen

Schriesheim. (ron) Die neue Abwassergebühr für Schriesheim kommt. Am Mittwoch wird der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung das Verursacherprinzip sogar rückwirkend beschließen. Nur die Grünen fordern Nachbesserungen.

Obwohl, vom Grundsatz her stimmen auch Schriesheims stets kritische Ökopaxe der neuen Gebühr zu, nach der sich Abwasser - und Wassergebühr nach der Größe der versiegelten Fläche auf einem Grundstück bemessen. Stadtkämmerer Volker Arras bastelt gemeinsam mit einer aus Sachsen stammenden Spezialfirma schon seit einer Überfliegung Anfang des Monats an der neuen Berechnung. "Das ist eine Sache, die größte Gebührengerechtigkeit ermöglicht", wertete gestern Fraktionschef Christian Wolf in einem Pressegespräch und zollte "großes Lob an den Kämmerer". Die Mehrzahl der Ein- und Mehrfamilienhaushalte stünden nach der neuen Gebührenordnung sogar günstiger da als vorher, betonte der Grüne. "Vor allem große Familien müssen eigentlich keine Angst vor höheren Gebühren haben", versprach er. Und ökologisch habe schon die Ankündigung ihren Wert gehabt. Wolf: "Aldi hat bei seinem Neubau das Dachwasser in eine Sickergrube entwässert, um Gebühren zu sparen."

Dennoch gibt es für die Grünen "einige Punkte, die verbessert werden sollten", wenn der Gemeinderat am Mittwoch entscheidet. Das Wichtigste: eine Brauchwasseranlage, wie sie in manchen umweltbewussten Haushalten vorkommt, müsse weiter Vorteile bieten. Bislang gab die Stadt eine Art indirekte Subventionierung dieser Anlagen, indem das Wasser nicht berechnet worden ist. Künftig könnte aber die Abrechnung der Brauchwasseranlagen kompliziert werden, ohne dass der Nutzer einen finanziellen Vorteil hat. Die Grünen haben deshalb angeregt, einen Pauschalsatz pro Dachfläche anzurechnen.

INFO: Öffentliche Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 4. Februar, 18.30 Uhr, Rathaus.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung