26.02.2018

Scheidende Schriesheimer Weihnhoheiten: Treffen mit William und Kate als Höhepunkt

Scheidende Schriesheimer Weihnhoheiten: Treffen mit William und Kate als HöhepunktScheidende Weinhoheiten rekapitulierten bewegte Amtszeit - Lisa Menges als Badische Weinhoheit?

Ein tränenreicher Abschied: Die scheidende Weinkönigin, Lisa Menges (M.), hat mit ihren Prinzessinnen, Sophie Koch (l.) und Annalena Spieß, viel Spaß und Stress geteilt. Foto: Dorn

Schriesheim. (cab/fjm) "Der einzige Weg, gute Arbeit zu leisten, ist zu lieben, was man tut": Dieses Motto stellte die scheidende Weinkönigin, Lisa Menges, über ihre Amtszeit, in der ihr Annalena Spieß und die neue Weinkönigin, Sophie Koch, als Prinzessinnen zur Seite standen. Und Lisa hat das Amt geliebt, das wurde am Freitagabend im Zehntkeller noch einmal deutlich.

130 Termine absolvierten die Hoheiten seit dem Mathaisemarkt 2017. Doch einer wurde besonders dick im Kalender angestrichen: Am 20. Juli waren die Schriesheimer Weinhoheiten ganz nah dran, als das britische Herzogspaar William und Kate Heidelberg besuchte. Sie wurden den Royals sogar persönlich vorgestellt, ein unvergessliches Erlebnis. Der Heidelberger CDU-Bundestagsabgeordnete, Karl A. Lamers, hatte das durch viele beharrliche Versuche möglich gemacht: "Unser größter Fan", sagt Lisa und grinst.

Die Weinhoheiten, sagt sie, hätten inzwischen immer mehr Termine, bei denen sie den Schriesheimer Wein und die Stadt repräsentieren. Das geht weit über Wein- , Winzer- und Volksfeste oder Weinproben hinaus. Lisa stellt es fest, aber beklagt es nicht. Zu viel Spaß hat ihr die Amtszeit gemacht, in der ihr der Zusammenhalt mit ihren Prinzessinnen mit das Wichtigste war.

Freundinnen seien sie geworden: "Das ist mein größtes Geschenk", betont sie zum Abschied. "Wir haben jedes Fest zu unserem gemacht." Auch wenn es mal zwölf Kilometer winkend zu Fuß durch Hannover ging, einer der wohl anstrengendsten Anlässe der Hoheiten in den vergangenen Monaten.

Auch in den Sozialen Medien waren die Hoheiten so aktiv wie wohl kaum ein königliches Trio aus Schriesheim vor ihnen: Stets mit Smartphones und Selfie-Sticks ausgestattet, wurden zahlreiche Termine dokumentiert und auf Facebook geteilt. Ein neuer Weg, um für den Schriesheimer Wein und das Amt an sich unter jungen Leuten zu werben. Ihre Seite "Schriesheimer Weinhoheiten 2017/18" wird diese Woche entsprechend des Amtsjahres umbenannt und von ihren Nachfolgerinnen übernommen.

Lisa hat mal nachgerechnet: Rund 7100 Kilometer legten sie im Auftrag des Weins zurück. Sicher war es auch mal stressig. Fast Food, Nudeln mit Pesto oder Schokolade waren Nervennahrung - die man dem Trio freilich bis heute nicht ansieht. Auch Lisa nicht. Sie war im Jahr 2015 schon Weinprinzessin an der Seite von Stephanie Keller gewesen.

Mit Blick auf beide Amtszeiten sagt sie: "Es waren charakterprägende Jahre. Ich habe heute ein ganz anderes Selbstbewusstsein. Als Prinzessin ist man eher dabei, aber als Weinkönigin spürt man die Verantwortung. Was man sagt, sagt man auch im Namen der beiden Prinzessinnen." Diese Führungsrolle hat Lisa bestens ausgefüllt. Sie kam gut an.

Winzerwirt Wilhelm Müller schlug sogar vor, sie solle sich als Badische Weinhoheit bewerben. Doch Lisa winkt vorerst ab: Erst mal Tourismusmanagement in Worms fertigstudieren und dann mal sehen. Wobei sie betont: "Ich habe erreicht, was ich wollte."

Copyright (c) rnz-online

Autor: Rhein-Neckar-Zeitung