16.05.2018

Sanierung im Stadtkern Schriesheim: Kirch- und Bismarckstraße sollen ab Juli erneuert werden

Sanierung im Stadtkern Schriesheim: Kirch- und Bismarckstraße sollen ab Juli erneuert werdenAnliegende Geschäfte und Betriebe machen sich Sorgen um Erreichbarkeit

Neue Gehwege, neuer Asphalt, neue Rohre und freie Bahn für schnelles Internet: In zwei Phasen will die Stadt die betreffenden Straßenabschnitte sanieren, der Mathaisemarkt 2019 soll aber ohne Baustelle stattfinden. Foto: Dorn

Von Frederick Mersi

Schriesheim. Die nächste größere Baustelle in der Innenstadt könnte schon im Juli kommen: Bismarckstraße und Kirchstraße sollen in zwei Abschnitten rundum saniert werden. Heute Abend entscheidet der Gemeinderat in seiner Sitzung über die Entwurfsplanung des Hirschberger Ingenieurbüros Schulz.

Zunächst soll die Kirchstraße zwischen Friedrichstraße und Bismarckstraße erneuert werden, vor dem Mathaisemarkt 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Nach den Feierlichkeiten ist der zweite Bauabschnitt geplant: Dann wird die Bismarckstraße zwischen Kirchstraße und Talstraße saniert.

Geschätzter Kostenpunkt: 438.000 Euro

Beide Straßenabschnitte werden dann Sofienstraße und Steinschleifenweg ähneln: Laut Bauamtsleiter Markus Schäfer werden die Gehwege ebenerdig ohne Bordstein mit dem gleichen Pflaster wie in den bisher sanierten Straßen ausgebaut. Auf beiden Seiten der Fahrbahn sind 1,30 Meter breite Gehwege geplant, Parkplätze sind in der Kirchstraße auf der Südseite vorgesehen, in der Bismarckstraße auf der Westseite. Unterbrochen werden sie von Pflanzkübeln.

Eigentlich waren die Bauarbeiten erst für das nächste oder übernächste Jahr vorgesehen. Doch die stadteigene Wasserversorgungs- und -entsorgungsgesellschaft (WVE) verlegt schon in diesem Jahr neue Wasserleitungen und Kanalisation. Um Kosten zu sparen, zog die Stadtverwaltung das Projekt deshalb vor. 438.000 Euro sind für alle Arbeiten laut Verwaltungsvorlage veranschlagt, der Gemeinderat muss diesen überplanmäßigen Ausgaben noch zustimmen. Wie viel das Vorhaben letztlich kostet, wird aber erst nach den Angeboten der an den Aufträgen interessierten Baufirmen feststehen.

Die Stadt will im Zuge der Sanierung auch die Hausanschlüsse für Wasserversorgung und Kanalisation erneuern, außerdem sollen Leerrohre für Glasfaserkabel verlegt werden. Die wiederum werden irgendwann das schnelle Internet des Zweckverbands Fibernet in die angrenzenden Haushalte bringen.

Von der neuen Baustelle werden auch angrenzende Betriebe betroffen sein, informiert wurden sie über die Planung bisher ebenso wenig wie die Anwohner. "Ich weiß noch nichts, würde aber gern was wissen", sagte Christiane Majer, die in ihrer Weinscheuer in der Bismarckstraße regelmäßig größere Veranstaltungen organisiert. "Ich bin von der Sanierung an sich eher wenig begeistert." Allerdings wolle sie erst einmal die Detailplanung abwarten, bevor sie sich ein Urteil bilde.

Brigitta Alilovic, Praxismanagerin im Augenzentrum an der Kreuzung von Kirch- und Bismarckstraße, hat ebenfalls Bedenken bezüglich der Sanierung. "Wir haben viele ältere und gehbehinderte Patienten", sagte sie auf Nachfrage. "Die sind vor allem auf den Fahrstuhl angewiesen, der von der Kirchstraße aus zugänglich ist." Vor allem deshalb wäre sie an mehr Informationen sehr interessiert, erhalten hat das Augenzentrum bisher aber nur eine kurze Information seitens der WVE. "Die war ungefähr eine halbe Seite lang, und niemand ist daraus so richtig schlau geworden", so Alilovic.

Bürgermeister Hansjörg Höfer sagte gestern bei einem Pressegespräch, dass es eine Informationsveranstaltung geben werde: "Wenn die Baufirmen feststehen, laden wir die Anwohner ein." Dann sollen auch mehr Details zur Baustellenplanung feststehen.

Info: Sitzung des Gemeinderats, am heutigen Mittwoch, 19 Uhr, Großer Saal des Rathauses.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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