22.05.2018

Gehwegbreite kommt auf den Prüfstand

Gemeinderat stimmte mit Auflagen für Sanierung von Bismarckstraße und Kirchstraße in zwei Abschnitten

Schriesheim. (fjm) Barrierefreiheit und breite Gehwege beschäftigten den Gemeinderat bei seiner Sitzung am Mittwoch mit Blick auf die Sanierung von Bismarck- und Kirchstraße. Der Planung des Hirschberger Ingenieurbüros Schulz und der Auftragsvergabe für die Erneuerung in zwei Abschnitten ab Juli stimmte das Gremium zwar zu, allerdings unter der Bedingung, die Breite des Gehwegs an der Ostseite der Bismarckstraße noch einmal neu zu planen.

Nach dem aktuellen Entwurf würde sich die Situation in diesem Bereich für Fußgänger verschlechtern, sagte Christian Wolf von der Grünen Liste. "Das Grundkonzept wollen wir aber nicht infrage stellen." Bedenken habe er aber vor allem, weil sich direkt an diesen Gehweg keine Parkplätze, sondern die Bismarckstraße mit Begegnungsverkehr anschließe.

Nicht an Barrierefreiheit gedacht?

Michael Mittelstädt (CDU) bereitete die Planung auch Sorgen, weil in der sanierten Bismarckstraße neben dem schmalen Gehsteig keine Bordsteine, sondern Rinnen vorgesehen sind. Auch Sebastian Cuny (SPD) betonte, die Anbindung für Fußgänger vom Festplatz in Richtung Innenstadt dürfe nach der Sanierung nicht schlechter sein als zuvor.

Bernd Hegmann von den Freien Wählern zeigte sich "irritiert, dass die Ingenieure nicht an Barrierefreiheit gedacht haben". Bauamtsleiter Markus Schäfer kündigte an, die Verwaltung werde diese Woche mit der städtischen Inklusionsbeauftragten Karin Reichel darüber sprechen.

Auch die Anwohner würden zu Informationsveranstaltungen eingeladen, versprach Bürgermeister Hansjörg Höfer: "Wir hatten dabei noch nie Probleme, die wir nicht lösen konnten."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung