19.03.2019

Kurpfalz-Gymnasium ist in MINT-Fächern vorn mit dabei

Kurpfalz-Gymnasium ist in MINT-Fächern vorn mit dabeiSchulleitung ehrte am Mittwoch zahlreiche Schüler als Preisträger von Mathematik- und Informatikwettbewerben

Urkunden, Buchpreise und T-Shirts erhielten die erfolgreichen Gymnasiasten am Mittwoch im Rektorat des Kurpfalz-Gymnasiums von Schulleiter Jürgen Sollors (3.v.r.), seinem Stellvertreter Hans-Peter Kohl (2.v.r.) und Physiklehrer Achim Wagenblaß. Foto: Dorn

Schriesheim. (kaz) Die Profilierung als "MINT-freundliche Schule" zeigt offenbar Erfolg, sonst hätten am Kurpfalz-Gymnasium nicht zahlreiche Schülerinnen und Schüler in letzter Zeit bei internationalen Wettbewerben in naturwissenschaftlichen Fächern so gut abgeschnitten.

Etwa beim europaweit ausgeschriebenen "Bolyai-Wettbewerb", der online über die Bühne geht, bei dem aber Teamwork vor Ort gefragt ist. Benannt ist er nach dem ungarischen Mathematiker Janos Bolyai (1802-1860), der als einer der ersten auf dem Gebiet der nicht-euklidischen Geometrie arbeitete. Unter 90 teilnehmenden Gruppen aus Süddeutschland belegte das Team aus Schriesheim den zweiten Platz - hinter dem Landesgymnasium für Hochbegabte. Die "schlauen Köpfe" sind Alexander Schall, Tim Bürgermeister und Kai Vennemann, jeweils 16 Jahre alt, sowie der 17-jährige Lukas Rapp. Mit den Neuntklässern Malte Wassner (14 Jahre) und Irina Blasi (15 Jahre) belegte Vennemann außerdem einen vierten Platz und siegte außerdem in einem Einzelwettbewerb.

Im Bundeswettbewerb Informatik ging der erste Preis an Andreas Nöbel und Jannik Sauerbier. Die beiden 18-Jährigen wollen die Informatik auch zu ihrem Beruf machen. Urkunden, Buchpreise und T-Shirts gab’s für alle Beteiligten schon am Mittwoch bei einem Empfang im Rektorat. Laut Achim Wagenblaß sollen das mathematisch-naturwissenschaftliche Angebot sowie die "Begabtenförderung" am Kurpfalz-Gymnasium weiter ausgebaut werden. "Mathe-Vertiefungskurse" gibt es bereits, Tablets für den Unterricht sind angeschafft.

Bei den Mathematik- und Informatik-Wettbewerben ging es unter anderem daran, den kürzesten Weg durch ein Labyrinth oder beim Schachspiel den Königsweg zu finden. Die Teilnahme war zum Teil auf eine Stunde terminiert. In diesem Zeitraum mussten die Fragen nach dem Ankreuzverfahren beantwortet werden. Ein Blick ins "Bolyai-Buch" erzeugt bei mathematischen Laien dann doch eher Schwindelgefühle, während Hochbegabte über manche Aufgaben nur schmunzeln können. Etwa, wenn es darum geht, die Lage von einem auf dem Bauch liegenden Baby zu berechnen, das sich entlang seiner Körperachse erst 270 Grad nach rechts und dann 540 Grad nach links dreht. Ebenfalls schwierig: die Anzahl der Personen in einem Klassenzimmer zu berechnen, wenn der Lehrer 24 Jahre älter ist als ein Schüler und er das Durchschnittsalter aller Anwesenden wiederum um 20 Jahre übersteigt.

Die sogenannten "MINT"-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) haben im Kurpfalz-Gymnasium seit einigen Jahren einen besonderen Stellenwert, die Schule bietet aber auch ein sprachliches Profil. Darüber hinaus gibt es im künstlerischen Bereich viele Arbeitsgemeinschaften.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung