23.04.2019

2000 Eier flossen dahin

2000 Eier flossen dahin"Kinderschachtel"-Förderverein lud wieder zum Ostereier-Rennen - Mehr als 200 Stunden Arbeit allein für die Organisation

Die bunten Eier fanden schon im Vorverkauf reißenden Absatz – aber wer schnell war, konnte am Tag des Rennens noch eines ergattern. Auf die Sieger warteten Preise im Wert von 5200 Euro. Foto: Dorn

Von Nadine Rettig

Schriesheim. Wenn im Kanzelbach wieder ein Meer aus bunten Plastikeiern in allen Farben schwimmt, dann kann das eigentlich nur eins bedeuten: Der Förderverein des Kindergartens Kinderschachtel veranstaltet sein alljährliches Ostereier-Rennen. Was vor 13 Jahren als kleine Aktion gestartet ist, hat sich zu einem großen Fest auch abseits der schwimmenden Eier entwickelt.

Das ließ sich auf dem Festplatz schon eine Stunde vor Beginn der eigentlichen Aktion schnell erkennen. Denn bei sommerlichen Temperaturen tummelten sich dort viele Kinder mit ihren Familien und erkundeten, was es so alles zu erleben gab. Und das war einiges. Wer noch Energie loswerden wollte, konnte sich auf der Hüpfburg austoben; Kinder, die es etwas gemütlicher wollten, drehten auf dem Karussell ihre Runden.

Für die Stärkung vor oder nach dem alles entscheidenden Rennen der Ostereier war auch gesorgt: In einer schier endlos scheinenden Kuchentheke war für jeden das Passende dabei, und wer es deftiger wollte, griff zur Suppe oder dem Würstchen im Brötchen.

Wie viel Aufwand dahinter steckt, ein solches Fest als Förderverein auf die Beine zu stellen, wusste Vorsitzende Eva Gross. "Mehr als 200 Stunden ehrenamtlicher Arbeit stecken alleine schon in der Organisation im Vorfeld", berichtete Gross. "Aber wir haben zum Glück ganz viele aktive Mitglieder, die auch wirklich fleißig mithelfen."

Zudem habe man tolle Sponsoren, die das Ganze überhaupt erst möglich machen würden. "Wir haben eine super tolle Unterstützung von allen Unternehmen hier und auch von anderen überregionalen Firmen."

Dank ihnen konnte man in diesem Jahr mit einer Rekordzahl von 2000 Eiern an den Start gehen. Die Preise, die es zu gewinnen gab, konnten sich sehen lassen. Insgesamt hätten die Gewinne einen Wert von 5200 Euro, so Gross. Da war es kein Wunder, dass die Eier schon im Vorverkauf rasenden Absatz fanden. Wer schnell war, konnte aber auch am Tag der Veranstaltung noch eines ergattern. Damit sicherte man sich nicht nur die Chance auf einen Gewinn, sondern tat auch gleich dem Kindergarten etwas Gutes. "Wir finanzieren damit unter anderem Ausflüge und verschiedene Anschaffungen", sagte Gross.

"2000 Eier gehen an den Start. Es sind alle weg", rief die Fördervereins-Vorsitzende kurze Zeit später über den Festplatz und zeigte den leeren Korb in ihren Händen. Damit stand dem Start des Rennens nichts mehr im Weg.

Doch bei den sommerlichen Temperaturen schien für so manches Kind am Startpunkt zunächst die Abkühlung, die der Kanzelbach an diesem Tag bot, eine spannendere Ablenkung zu sein, als die Eier selbst. Als diese jedoch körbeweise herangetragen wurden, warteten alle gespannt darauf, dass es losging. "Ich hoffe, dass das bunteste Ei gewinnt", erklärte Bürgermeister Hansjörg Höfer, der wie immer das Ei mit der Nummer eins ins Rennen schickte. Leider habe er in all den Jahren noch nie gewonnen, sagte er, doch: "Dabei sein ist alles."

Lautstark wurde der Countdown nach unten gezählt, ehe die Eier mit einem lauten Rauschen als Teppich aus bunten Farben im Bach landeten. Schon kurz darauf sausten sie eine steile Holzrutsche hinunter, und dann ging das Rennen richtig los.

Wer konnte, versuchte seine Nummern so lange wie möglich im Blick zu behalten und machte sich dann auf den Weg ins Ziel. Und die aufgeregten Rufe der Kinder kündigten dort schon bald an, dass sich die ersten Eier näherten. In einem wilden Durcheinander an Stimmen feuerte jeder seine Nummern noch mal kräftig an, in der Hoffnung, diese so schneller ins Ziel tragen zu können.

Ein knallrotes Ei schlüpfte schließlich als erstes durchs Ziel. "Hat jemand die Nummer gesehen?", kam kurz darauf die aufgeregte Frage eines Kindes, das offenbar ein rotes Ei ins Rennen geschickt hatte. Und auf den Hauptpreis zu hoffen, war wirklich verständlich, winkte doch ein Kindergeburtstag für sechs Personen in der Sprungbude Heidelberg.

Wer in diesem Jahr leer ausging, dachte vielleicht daran, wie oft Bürgermeister Höfer schon am Rennen teilgenommen und das Nachsehen hatte. Ein tröstender Gedanke.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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