11.05.2019

Schriesheim/Hirschberg: Wichtiger Schritt zu klimastabilem Bergstraßen-Wald

Schriesheim/Hirschberg: Wichtiger Schritt zu klimastabilem Bergstraßen-Wald

Schutzgemeinschaft und Sparda-Bank spenden 2850 Bäume

Bürgermeister Hansjörg Höfer (2.v.l.) und Kollege Manuel Just (3.v.l.) nahmen am Donnerstag die Spenderschilder entgegen. F.: Dorn

Schriesheim/Hirschberg. (krs) Der heiße Sommer im vergangenen Jahr machte dem Wald an der Bergstraße zu schaffen. Jetzt gab es erste Gegenmaßnahmen: Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und die Sparda-Bank Baden-Württemberg pflanzen in diesem Jahr insgesamt 20.000 Bäume in Baden-Württemberg, davon wurden 2850 Bäume auf insgesamt fünf Flächen in den Gemeindewäldern von Schriesheim und Hirschberg gesetzt. An den betreffenden Orten werden Spenderschilder angebracht.

Die Bürgermeister Hansjörg Höfer und Manuel Just waren bei der Übergabe dabei. "Diese Spende war bitter notwendig", sagte Höfer. "Der Klimawandel ist in Schriesheim angekommen, wir müssen im täglichen Leben nachhaltig handeln." Sein Kollege Just fand: "Das ist eine wunderbare Aktion." Das Thema Klimawandel sprach auch der Schriesheimer Förster Walter Pfefferle an. "Wir haben die Bäume so ausgewählt, dass wir uns eine lange Zukunft erhoffen", sagte er. "Die Roteiche und die Winterlinde können einiges ab und kommen auch mit Trockenheit und Hitze zurecht." Außerdem wachsen nun Flatterulmen, Wildapfel, Wildbirne, Speierling und zwei Nussbaumarten auf verschiedenen Flächen.

Pfefferle freute besonders das Hoffnungszeichen, das die neue Bepflanzung setzt. "Wegen der extremen Klimaverhältnisse letztes Jahr sind viele Bäume abgestorben. Da ist es großartig, dass wir direkt im Frühjahr darauf schon mit einer neuen Bepflanzung reagieren." Der Klimawandel bewege auch Vorstand und Kunden der Sparda-Bank, erzählte Viktor Schmidt, der Heidelberger Filialleiter. "Wir freuen uns über die Aktion und uns ist das Thema Nachhaltigkeit auch persönlich wichtig", sagte er. Höfer, Just, Schmidt und Pfefferle waren gemeinsam mit Alexander Manz, dem Vorsitzende des SDW Kreisverbandes Mannheim und Nicole Fürmann, der Landesgeschäftsführerin der SDW Baden-Württemberg einige der neu bepflanzten Flächen abgefahren. Auch Forstbezirksleiter Sebastian Eick und Daniel Weissgärber, Leiter Haus des Waldes Mannheim, waren froh über die Maßnahme. "Der Waldumbau hin zum klimastabilen Wald ist enorm wichtig", meinte Eick.

Die neuen Bäume sind zwischen 80 Zentimetern und 1,20 Meter hoch. Damit sie besser geschützt sind, solange sie noch so klein sind, wachsen sie in Hüllen. "Hier haben wir erstmals Hüllen, die innerhalb von sieben bis zehn Jahren vollständig verrotten", so Förster Pfefferle.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung