13.05.2019

CDU Schriesheim: Viel Spaß und ein bisschen Stimmenfang

CDU Schriesheim: Viel Spaß und ein bisschen StimmenfangJunge Union lud am Freitagabend zur Weinprobe ins Sportzentrum - Christdemokraten stellen jüngste Liste bei der Kommunalwahl

Hermann Morast, Berater für Winzergenossenschaften, gab den Besuchern in lockerer Runde etwas von seinem Fachwissen mit. Foto: Dorn

Von Nicoline Pilz

Schriesheim. Die Szene passte: Während vor dem Sportzentrum zwei Polizisten eine Gruppe Teenager auf Alkohol kontrollierten, nahmen im Sporthaus rund 20 andere Jugendliche und junge Erwachsene das Angebot der Jungen Union (JU) wahr. "Wir wollen zeigen, dass Wein kein Schüttgut, sondern ein Kulturgut ist", sagte Hermann Morast, zweiter JU-Vorsitzender und mit 31 Jahren einer der jüngeren Kandidaten auf der Kommunalwahl-Liste der CDU. Von allen Schriesheimer Listen ist das Durchschnittsalter bei den Christdemokraten am niedrigsten. "Unsere Idee war, dass wir Junge uns in den Wahlkampf einbringen, keinen klassischen Vortragsabend und keinen langweiligen Politikvortrag anbieten", erklärte der studierte Weinbauer Morast, der als Berater für Winzergenossenschaften tätig ist.

Sein Wissen rund um den Wein und dessen Erzeugung brachte er portionsweise in lockerer Runde allen Teilnehmern näher. Vor fünf Jahren veranstaltete die JU einen ähnlichen Termin, damals vor dem Hintergrund, dass auf dem Mathaisemarkt viele oft sehr junge Rucksacktrinker heftig zugange waren. Nachdem einige Präventionsmaßnahmen Wirkung zeigten, stieg die Zahl betrunkener Jugendlicher zuletzt wieder.

"Wir wollen zeigen, dass Alkohol in großen Mengen Gift ist, dass er ein Suchtmittel sein kann. Ein gemäßigter Umgang ist am besten", erklärte Morast. Zugleich wolle man vermitteln, welche Arbeit und Leidenschaft im Produkt stecken und auch, dass man Wein nicht unbedingt im Supermarkt kaufen muss. Bei den hiesigen Winzern sei er nicht zwingend teurer, dafür aber richtig gut. "Und ihr könnt euch darauf verlassen, dass die Trauben aus Schriesheim kommen."

An diesem Abend probierten die Teilnehmer der Runde nacheinander einen Weißburgunder des Weingutes Wehweck, einen Grauburgunder des Weingutes Majer, einen feinherben Rosé namens "Pink Cow" vom Weingut Bielig, einen Cabernet Dorio vom Weingut Max Jäck und abschließend einen Gewürztraminer Spätlese von der Winzergenossenschaft Schriesheim. Neben Morast stellten die einzelnen Weine die jüngsten CDU-Gemeinderats-Kandidaten, Niklas Binder, Lukas Schmidt, Nicolas Spatz und Sophie Koch, vor. Auf Nachfrage sagten die meisten Anwesenden, sie würden Wein nicht nur zum Mathaisemarkt trinken. Wenige hatten aber Erfahrung mit Weinproben.

Auf den Tischen stand Knabbergebäck bereit. Wer Wein trinke, sollte dabei auch etwas essen, erklärte Morast. Auf ein Glas Wein folge am besten gleich ein Glas Wasser. Denn dadurch steige einem der Alkohol nicht so schnell in den Kopf. Jeder Teilnehmer erhielt ein Handout über den Einfluss von Essen auf den Alkoholspiegel, über Promillewerte alkoholischer Getränke, über Emotionen, positive wie negative, die durch Alkoholkonsum entstehen, und empfehlenswerte Dosen für gesunde Erwachsene.

Sie erfuhren, wie Wein entsteht und man durch Schwenken des Glases seine Aromen hervor kitzelt. Und auch, dass man mit einem Grauburgunder nie etwas falsch machen kann. "Der passt zu jedem Essen", meinte Morast. Kommentar aus der Runde: "Also auch zum Döner." Amüsiertes Gelächter ganz im Sinne der Veranstalter, die eher nebenbei um Stimmen warben. Wichtig war neben dem Aha-Effekt rund ums Thema "Wein" vor allem eines: "Spaß haben", wie Stadträtin Lisa Hartmann betonte.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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