24.06.2019

Reit- und Fahrverein in Schriesheim: Ein Wochenende im Zeichen des Pferdesports

Reit- und Fahrverein in Schriesheim: Ein Wochenende im Zeichen des PferdesportsAuf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins wurden Landesturniere ausgerichtet - Starker Nachwuchs - Keine Unfälle

Von Carolina Paul

Schriesheim. Das Hufgeklapper, die Lautsprecherdurchsagen und hin und wieder ein Pferdewiehern waren schon von Weitem zu hören. Das Wochenende im Sportzentrum stand ganz im Zeichen des Pferdes und der Gespanne. 96 Teilnehmer waren mit ihren Pferden und Kutschen gekommen, um am Fahrturnier bis Klasse M mit Baden-Württembergischer U16-Meisterschaft sowie Ringmeisterschaft und Geländeprüfung teilzunehmen.

Auf der Wiese an der linken Seite des Ladenburger Fußwegs hatten sie ihr Lager aufgeschlagen. Neu war die Stallung auf dem Gelände des Push-Vereins, wo die Tiere abgespritzt wurden. Das war am Sonntag, bei fast 30 Grad nötig. "Wir haben aber Glück mit dem Wetter. Es war nicht zu heiß und nicht zu regnerisch", sagte die Klaudia Türk, Erste Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Schriesheim.

Bei den Dressur- und Geländeprüfungen am Freitag und Samstag waren die Temperaturen noch mild, erst am Sonntag wurde es heiß. "Am Sonntag sind die Pferde und Ponys zwischen einer und drei Minuten auf dem Platz, das ist nicht so anstrengend", so Türk. Nach dem Turnierauftakt am Freitag wartete am Samstag der schwierigste Tag auf Helfer und Teilnehmer. "Die Geländefahrten sind gefährlich, weil es um Zeit geht und sie mit Vollgas um die Hindernisse fahren. Die Kutschen könnten umkippen; es ist Gott sei Dank nichts passiert", so Türk am Schluss.

Ihre großen Hoffnungen ruhten auf den beiden Startern des Schriesheimer Vereins: Max Andrew und Anne Havemann, die sich in allen drei Prüfungsformen gegen Mitstreiter aus Orten wie Kandern oder Zaisenhausen durchsetzen sollten. Bei der Siegerehrung der Prüfungen am Samstagabend, die Peter Grüber moderierte, zeigte sich Türk stolz auf ihren Nachwuchs, wohlwissend, dass die große Entscheidung am Sonntag noch bevorstand.

Andrew konnte sich gleich mehrmals in der Rangliste platzieren, was die Hoffnungen auf den Titel steigen ließen. Am Samstag hieß es für Pferd und Fahrer aber erst einmal ausruhen, denn für die Entscheidung der Baden-Württembergischen Meisterschaft (U16) und der Ringmeisterschaften am Tag darauf würden sie all ihre Kräfte brauchen. Für Ablenkung sorgte am Samstagabend eine Feuershow, bei der Silke Ehrenberger und Cathy Fields auf den Pferden die Funken fliegen ließen.

Am Morgen danach hieß es ab 8 Uhr "aufgesessen und Zügel in die Hand", als sich die ersten Teilnehmer an den Start des Hindernis-Parkours begaben. In der Spitze kann so ein Gespann bis zu 20 Kilometer pro Stunde auf die Strecke bringen, wie Klaus Künzler von der Fahrvereinigung Lobdengau-Bergstraße erzählte. Zur Siegerehrung am Sonntag war auch Gerhard Klotz vom Pferdesport-Verband Baden-Württemberg gekommen, der das Turnier mit einem Wort beschrieb: "perfekt". "Die U16 scheint eine starke Truppe zu sein, was mich froh macht. Es ist ein aufwendiger Sport, den kaum jemand macht", sagte Klotz zum Thema Nachwuchs-Problemantik. Umso erfreulicher, dass die Jugend gut abschnitt.

Baden-Württembergischer Landesjugendmeister wurde im Einspänner Pony Luisa Dietrich, gefolgt von Max Andrew auf dem zweiten und Philipp Stolzenberger auf dem dritten Platz. Im Einspänner Pferde gewann Philipp Stolzenberger vor Janina Klopfer und Mara Höfer. Im Zweispänner Pony setzte sich dann das Nachwuchstalent aus Schriesheim Andrew durch, Zweite wurde Lilly Ruf, den dritten Platz belegte Lukas Veit. In der Kategorie Zweispänner Pferde stiegen Noemi Ederle, Mara Höfer und Lilly Ruf auf das Treppchen. Bei den Ringmeisterschaften des Reiterrings Badische Pfalz platzierte die Fahrvereinigung Lobdengau-Bergstraße drei ihrer Fahrer ganz vorne. Im Zweispänner Pony belegte Lars Weimer den ersten Platz, Alessandra Archetti den zweiten und Matthias Archetti den dritten Platz. In der Klasse Zweispänner Pferde siegte Karoly Unicsovics, gefolgt von Marc Stolzenberger und Cornelia Schmidt. Bei der Siegerehrung zeigte sich Peter Grüber zufrieden mit dem Verlauf des Turniers: "Es gab keine Unfälle, das Wetter hat gepasst, wir haben schönen, fairen Sport gesehen."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung