26.06.2019

KSV Schriesheim: Warum der KSV nicht in die Ringer-Liga will

Und Reilingens Ringer holen einen Olympiasieger aus der Türkei

Von Claus Weber

Schriesheim/Reilingen. Zwei Meldungen ließen am Montag die Ringer-Fans aus der Region aufhorchen: Der Verzicht des KSV Schriesheim auf eine Teilnahme an der Deutschen Ringer-Liga (DRL) und die Verpflichtung des türkischen Weltklasse-Athleten Taha Akgül durch Bundesliga-Aufsteiger RKG Reilingen/Hockenheim.

In einer Pressemitteilung erklärten die Schriesheimer, nicht als sechster Verein an der vom Deutschen Ringer-Bund (DRB) abtrünnigen DRL teilnehmen zu wollen. Wieso der Kraftsportverein auf der DRL-Homepage als neues Mitglied begrüßt worden sei, könne man nicht nachvollziehen, heißt es. Dies sei ohne Wissen der Bergsträßer geschehen.

Wie KSV-Vorsitzender Herbert Graf gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung erklärte, habe man schon mit der Idee gespielt, zweigleisig zu fahren und sowohl in der Regionalliga des Deutschen Bundes zu starten als auch zu einigen Kämpfen in die DRL hineinzuschnuppern.

Über diese Pläne habe man allerdings erst am Mittwochabend beraten und abstimmen wollen. Die Vorstandssitzung sei nun vorgezogen und es sei beschlossen worden, dass der KSV seinen Sportbetrieb wie zuletzt ausschließlich in der Regionalliga fortsetzen wird. Der Tanz auf zwei Hochzeiten sei laut den Verbandsstatuten gar nicht möglich, erklärte Graf und er sei auch kein Freund davon, Dinge vor Gericht erstreiten zu wollen. Graf: "Wir sind einem Verband angeschlossen und dessen Richtlinien akzeptieren wir."

Ein Transfer-Coup ist indessen der RKG Reilingen/Hockenheim mit der Verpflichtung des 28-jährigen Schwergewichtlers Taha Akgül gelungen. Der türkische Weltklasseringer war sieben Mal Europa-, zweimal Weltmeister und ist amtierender Olympiasieger. Er kämpfte in Deutschland bereits für die Ex-Meister Weingarten und Nendingen.

Mit dieser Personalie hat der Bundesliga-Aufsteiger ein Zeichen gesetzt.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung