05.08.2019

KSV-Sommernachtsfest: Wo Schriesheim noch gediegen feiern kann

KSV-Sommernachtsfest: Wo Schriesheim noch gediegen feiern kannKSV-Förderverein richtete Sommernachtsfest aus - Küche bot Schweinekrustenbraten an - 2020 sollen Stiftungen wieder dabei sein

Von Katharina Schröder

Schriesheim. Der Schriesheimer Kraftsportverein (KSV) hat wieder gezeigt, dass er feiern kann. Das zweitägige Sommernachtsfest des KSV-Fördervereins auf dem Parkplatz des Sportzentrums war erneut ein Erfolg. Nachdem sich das Wetter nach einem Schauer und kleineren Böen beruhigt hatte, zeigte sich an den Bierbänken überall das gleiche Bild: Es wurde gelacht, geschunkelt und angestoßen. Da das Fest mittlerweile zur Tradition geworden ist, gibt es einige vereinsexterne "Stammgäste", die gerne bei den KSVlern feiern. Wie zum Beispiel die Jagdhornbläser: "Wir haben freitags Übungsstunde und kommen dann im Anschluss immer gleich hierher", sagte Sven Lörsch, der musikalische Leiter. "Wir sitzen gerne draußen - und dafür ist das Fest perfekt."

Zwischen 60 und 70 Helfer waren im Einsatz für den Erfolg des Fests. Erstmals nutzte der KSV die neue Kooperation mit den Fußballern vom SV Schriesheim. "Alle Vereine haben immer die gleichen Probleme", sagte Herbert Graf, Vorsitzender des KSV Schriesheim. Deswegen taten sich die Kraftsportler einfach mit den Fußballern zusammen. Der SV Schriesheim bekam Unterstützung beim Vereinsjubiläum dieses Jahr und dafür halfen jetzt zehn Fußballer beim KSV-Sommernachtsfest mit. "Das ist eine gute Geschichte", meinte Graf zufrieden. Wie gewohnt überlegten sich die Kraftsportler etwas Neues beim Essen.

"Das muss man ja auch immer alles ans Wetter anpassen", erklärte Jürgen Gestoehl, der in diesem Jahr die zündende Idee hatte: Schweinekrustenbraten im Brötchen oder in Schwarzbiersauce war das kulinarische Highlight des Wochenendes. "Das lief wie geschmiert, da hätten wir die doppelte Menge von verkaufen können", erzählte KSV-Vorsitzender Graf. Weil die Temperaturen es zuließen, gab es außerdem Wurstsalat von der Pute. Der Verein dachte aber auch an Vegetarier und bot Gemüsespieße an.

Bei der Essens- und Getränkeausgabe achte der Verein auf die Umwelt, waren sich Gestoehl und Graf einig. "Wir nehmen echte Teller und Gläser", erzählten sie. "Ansonsten haben wir nur die Pommestüten, die sind aber aus Papier." Auch bei den hochprozentigen Angeboten gab es Neuheiten. "Wir haben verschiedene Sorten Rum und Whiskey und außerdem auch einen Cognac", erklärte Graf. Daraus ergab sich eine größere Auswahl an Longdrinks.

Der Freitag stand unter dem Motto "Let’s dance", am Samstag gab es "Music on Stage" mit DJ Roger Unger, der schon im letzten Jahr am Freitag eine Kostprobe seiner Arbeit lieferte. Graf war zufrieden mit dem Fest. "Nur der kurze Regenguss am Freitag hätte nicht sein müssen", sagte er. "Es gab eine Windböe, die hat uns alle Schirme umgeworfen und die Plane über dem Stand weggefegt", erzählte er und lachte. Ansonsten sei das alles gut verlaufen. "Das ist das Schöne an unserem Fest, es ist friedlich und familiär, wir hatten noch nie Krach hier", meinte Graf.

Das Sommernachtsfest trifft traditionell den Nerv seiner Besucher. Vielen gefällt es so gut, dass sie jedes Jahr kommen. "Ich komme immer her, weil ich weiß: Hier treffe ich Freunde, und es wird auf jeden Fall gut", fand die Besucherin Anja Lorenz. Ein anderer Besucher lobte enthusiastisch: "Hier gibt’s geniale Musik, kein Pfand auf die Gläser, und 2,50 Euro fürs Bier ist auch echt gut."

Anders als 2018 gab es diesmal keine Stiftungen, die sich vorstellten. Das soll aber nicht heißen, dass diese Idee einmalig war. "Wir haben es diesmal nicht geschafft, aber 2020 klappt es hoffentlich wieder", so Vereinsvorsitzender Graf. Er kann sich einen zweijährigen Turnus für die Stiftungen vorstellen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung