21.09.2019

Spielplatz an der Schriesheimer Mozartstraße: Ergebnisse der Neukonzipierung im Rathaus vorgestellt

Bürger ließen viele Ideen einfließen - Ergebnisse der Planungsphase vorgestellt

Von Nadine Rettig

Schriesheim. Viel ist in den vergangenen 15 Monaten über den Spielplatz in der Mozartstraße diskutiert und ebenso viel geplant worden. Die Ergebnisse der Planungsphase wurden am vergangenen Dienstagabend im Beisein von rund 20 interessierten Bürgern im Rathaus präsentiert. Bei einem kurzen Rückblick, den Bewegungspädagoge Rolf Schwarz zu Beginn der Veranstaltung gab, zeigte sich schnell, dass nicht nur er und die Verwaltung das Projekt eifrig angepackt hatten, sondern auch die Bürger.

Gleich zu Beginn hatten diese in Umfragen beantwortet, welche Elemente sie auf dem Spielplatz bewahren wollen, was dazu- und was wegkommen soll und welche Naturelemente sie sich wünschen. "Das war ein ganz großes Wunschkonzert", erinnerte sich Schwarz an die vielen Anregungen und Ideen.

In einem Workshop habe man anschließend versucht, gemeinsam mit den Bürgern so viele Ideen wie möglich zu integrieren. Dass es dabei gelungen war, etwa 80 Prozent dieser Wünsche einfließen zu lassen, hält Schwarz für ein herausragendes Ergebnis.

Einige der Besucher bedauerten zwar, dass das gewünschte Karussell und eine Wasserspielstätte nicht berücksichtigt wurden; doch dies habe seine Gründe, erläuterte Schwarz. Das Karussell brauche aufgrund genauer Auflagen schlicht zu viel Platz, und eine Wasserspielstätte bringe einen zu großen Wartungsaufwand und Hygieneprobleme mit sich, argumentierte er.

Doch was stattdessen alles auf der 1500 Quadratmeter großen Fläche geplant ist, kann sich sehen lassen. So sollen zum Beispiel zwei Riesenschaukeln, bei denen man von Hügel zu Hügel schwingen kann, für ein ganz besonderes Erlebnis sorgen. "Mit einer Balken-Höhe von vier Metern bieten sie ein großes Attraktivitätsmoment", freute sich Schwarz über dieses Highlight, wie er die Schaukeln nannte.

Die sogenannte "Teenager Lodge", in die sich die etwas älteren Kinder zurückziehen können, sorgte an diesem Abend allerdings für Gesprächsstoff. Einige Bürger befürchteten, das kleine Häuschen könne seinem Namen alle Ehre machen und eben nicht nur den größeren Kindern dienen, sondern auch ein Anziehungspunkt für Jugendliche sein, die den Platz am späten Abend und in der Nacht nutzen und dort Müll hinterlassen. Schwarz argumentierte, dass die Sitzgelegenheit deshalb gut einsehbar und direkt an der Straße liege, da die Jugendlichen eher versteckte Plätze suchen würden.

Einen weiteren Höhepunkt des Spielplatzes liefert der sogenannte "Burghügel", auf dem ein großes Klettergerüst mit Vollrutschen installiert werden soll. Und wem die Rutschen noch nicht rasant genug sind, der wird in Zukunft auf einer 20 Meter langen Seilbahn den Spielplatz entlangrauschen können. Doch es wurde bei der Planung nicht nur an die größeren Kinder gedacht, sondern auch an die Allerkleinsten, die sich im Sand austoben oder auf kleinen Rasenflächen ihre ersten Krabbel- und Gehversuche unternehmen können. Dass man von dem Budget in Höhe von 150.000 Euro rund 90.000 Euro alleine für die Spielgeräte ausgeben könne, sei fantastisch, so Schwarz. Doch auch die Begrünung der Anlage solle nicht zu kurz kommen.

Genügend Grünflächen und Bäume waren auch den Bürgern wichtig, die sich Ersatz für die dort gefällten Bäume wünschen. Schwarz versprach, das Gelände mit einheimischem Gehölz zu bepflanzen. Bis die ersten Kinder auf dem neuen Spielplatz toben können, müssen sich die Familien aber wohl noch bis zum Frühjahr gedulden. Im Dezember sollen die übrig gebliebenen Altgeräte abgebaut werden, im Januar soll der Neubau beginnen. Wenn alles gut läuft, ist die Bauphase nach acht Wochen abgeschlossen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung