24.09.2019

So war die Dinosaurier-Show "Jurassiclive"

So war die Dinosaurier-Show "Jurassiclive"

Show begeisterte die Kinder - Diese hatten keine Berührungsängste

Die Macher von "Jurassiclive" achteten darauf, dass die Kinder jederzeit ihren Spaß hatten. Dazu gehörte auch, die ganz großen Dinos erst zum Schluss in die Halle zu lassen. Foto: Dorn

Von Manfred Ofer

Schriesheim. Das Wort Dinosaurier stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie "schreckliche Echse". Die faszinierende Welt dieser ausgestorbenen Urzeittiere konnte man am Sonntag in der KSV-Halle bewundern. Ganz gleich ob Triceratops, Velociraptor oder T-Rex: Sie waren alle da und wurden von den vielen kleinen Besuchern der Show "Jurassiclive" mit Begeisterung begrüßt.

Moderator Enrico Williams sollte nicht zu viel versprochen haben, als das erste Highlight präsentiert wurde. Das war ein Ei, und zwar ein richtig großes Exemplar, das von mehreren Helfern auf einem Wagen durch ein Tor gerollt wurde. "Irgendwann", versprach Williams mit dem gewissen Timbre in der Stimme, werde daraus ein Langhalsdinosaurier schlüpfen. Auch das konnten die Kinder kaum erwarten.

Williams stammt aus einer alten Frankfurter Artistenfamilie, die sechs Generationen lang mit einem Zirkus auf Tournee durch Deutschland war. Seit 1994 widmet sich das Unternehmen ausschließlich Events wie dem in Schriesheim. Saurier statt Säugetiere lautet die Devise, und die Echsen werden originalgetreu im Stil der "Jurrasic Park"-Filme präsentiert. Die Dekoration in Schriesheim orientierte sich an dem, was man auf der großen Leinwand sah. Der Moderator stand vor einem archaischen Tor mit Fackeln. Dahinter, das versprach er den Kindern, die ihm erwartungsvoll lauschten, warteten die Riesenechsen darauf, in die Halle geführt zu werden. "Wir fangen ganz klein mit einem Ei an und steigern uns behutsam, weil wir nicht möchten, dass die Kids während der Show Angst bekommen", erklärte Williams im Gespräch mit der RNZ. "Die Show lebt davon, dass die Kleinen jederzeit begeistert mitmachen".

Es dauerte nicht lange, bis die ersten kleinen Dinos aus ihren Eiern schlüpften, und die wollte natürlich jedes Kind berühren und streicheln. Die verblüffend realistisch anmutenden Bewegungen und Sounds der Urzeitviecher kamen durch den Einsatz moderner Technologie zustande. Denn unter der schuppigen Haut verbarg sich computergesteuerte Technologie aus den USA. Die Echsen wurden stetig größer, aber nicht wirklich böser. Ein klein wenig frech und bissig vielleicht.

Wie der Velociraptor, der mit einem Heißhunger auf Steaks aus seinem Ei schaute. An guten Seelen, die ihn füttern wollten, fehlte es jedenfalls nicht. Ein echter Punk der Saurierwelt wurde mit einem kleinen T-Rex, den einer der Park-Ranger auf den Armen trug, in die Halle gebracht. Das frisch geschlüpfte Kerlchen mit dem modischen Stachelhalsband erfreute sich sofort großer Beliebtheit bei den kleinen Gästen, die auch bei den ganz großen Zeitgenossen aus der Urzeit keine Berührungsängste hatten.

Als nämlich ein ausgewachsener T-Rex mit aufgesetztem Maulkorb in den Saal geführt wurde, fand Moderator Williams immer noch mehr als genug Freiwillige, die sich nicht davor scheuten, ihre Hand oder auch schon mal - für ganz Mutige - den Kopf ins Maul des freundlichen Riesen zu stecken. Das war ganz großes Popcorn-Kino für die kleinen Besucher. Eineinhalb Stunden lang, die viel zu schnell vorbei waren.

Copyright (c) rnz-online

Autor: Rhein-Neckar-Zeitung