26.09.2019

Haus-Suche für Pflegedienst "Edelweiss Kids" geht weiter

Haus-Suche für Pflegedienst "Edelweiss Kids" geht weiter

"Kinderinitiative Strahlenburg" unterstützt schwerkranke Kinder und deren Familien - Wichtig sei die schnelle und individuelle Hilfe

Alex Roth ist eine der Vorsitzenden. Foto: Dorn

Schriesheim. (flb) Eigentlich hatte sich der Verein "Kinderinitiative Strahlenburg" nur gegründet, um den Schriesheimer Pflegedienst "Edelweiss Kids" bei einem geplanten Projekt zu unterstützen. Dieser arbeitet täglich mit schwerkranken Kindern in häuslicher Betreuung zusammen und wollte eine kindgerechte Einrichtung zur Pflege beatmeter und schwerkranker Kinder eröffnen. Dieses Vorhaben wollte die Kinderinitiative bekannt machen.

Die Suche nach einer geeigneten Immobilie im Raum Schriesheim gestaltete sich allerdings als schwierig. Lange Zeit habe es gute Aussichten auf ein Objekt gegeben, diese hätten sich aber wieder zerschlagen. Man arbeite jedoch weiterhin an der Realisierung dieses Projekts.

Schnell wurde aus dem kleinen, eingetragenen Verein mehr. "Die Unterstützung und der Zuspruch von Menschen für unsere Arbeit ist enorm und bewegt uns immer wieder", meint Alex Roth, eine der Vorsitzenden. Die Kinderinitiative engagiert sich seit längerer Zeit bereits für die individuelle Hilfe schwer erkrankter Kinder und deren Familien. Wichtig sei dabei insbesondere die Möglichkeit einer schnellen Hilfeleistung, die für die Familien in den besonderen Lebenssituationen dringend sei.

Dabei gehe es nicht nur um Sachleistungen. Zum Beispiel konnte ein Atemgerät für ein kleines Mädchen, das an einem Gehirntumor erkrankt war, gestiftet werden. Die zuständige Krankenkasse hätte die Anschaffung des Gerätes nicht genehmigt. In einem anderen Beispiel wurde die Betreuung für ein einjähriges Kind über elf Wochen organisiert und finanziert. Die Mutter lag mit ihrem anderen, schwerkranken Mädchen nach mehreren Operationen auf der Intensivstation einer Kinderklinik.

Durch Datenschutzbestimmungen für Ämter und Krankenhäuser sei es oft sehr schwer, mit Familien in Kontakt zu kommen, die eine Hilfeleistung und Unterstützung benötigen würden. "Wir würden uns sehr freuen, wenn Menschen daher für solche Kinder und Familien in ihrem Umfeld diesbezüglich mit uns in Kontakt treten würden", sagte Uli Roth, der ebenfalls im Vorstand der Kinderinitiative aktiv ist.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung