14.10.2019

Strahlenburg-Trail: Von der Wasserkante an die Bergstraße gereist

Strahlenburg-Trail lockte Läufer aus ganz Deutschland an - Am Ende kamen 284 Sportler ins Ziel - Das ist ein Plus im Vergleich zu 2018

Von Volker Knab

Schriesheim. "Wir rechnen mit knapp 300 Teilnehmern, was für uns fast ein Rekord wäre", freute sich am Sonntag Christian Alles für die Veranstalter des sechsten Strahlenburgtrails. Dann gab er das Startsignal, und die Läufer setzten sich bei herrlichstem Wetter zu den Klängen des AC/DC-Songs "Highway to Hell" in Bewegung. Am Ende kamen tatsächlich 284 Sportler ins Ziel.

Anmeldungen in letzter Minute

Die letzten Meldungen gingen buchstäblich in letzter Minute an der Station in der Strahlenburg ein, wurden aber noch rasch ins System eingespeist. Es gab keine Verzögerungen, der Start erfolgte pünktlich um 12.30 Uhr. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr zählte der Strahlenburgtrail rund 260 Teilnehmer.

Das Gelände hatte sich in der letzten halben Stunde vor dem Startsignal zunächst etwas zögerlich, dann aber rasch mit Läufern gefüllt. Diese waren zum Teil sogar aus dem hohen Norden angereist, wie Toni Dausch und Michael Stang seitens der Veranstalter des "engelhorn sports Strahlenburgtrails" meldeten.

Sie erläuterten den Teilnehmern die Spielregeln des Laufs. "Wir haben Starter vom HSV aus Hamburg, vom Rennsteig-Laufverein und von der Wasserkante, also von ganz oben im Norden Deutschlands. Da bin ich mal gespannt", meinten sie schmunzelnd in Bezug auf das zum Teil steile Gelände am Strahlenberg.

Die meisten aber kamen aus der Region, wie zum Beispiel Kai Steidel aus Neustadt an der Weinstraße, der zum ersten Mal in Schriesheim beim Strahlenburgtrail mitmachte und bereits die Woche zuvor in Heidelberg bei dem aus drei Veranstaltungsorten bestehenden Lauf-Wettbewerb an den Start gegangen war.

Ebenso wie Nadine Kühlwein aus Lorsch. Sie hatte beim DRK-Gewinnspiel mitgemacht und den Startplatz gewonnen. "Da fiel mir die Entscheidung leicht", sagte sie und lachte, bevor sie sich mit einigen Übungen weiter auf den Lauf vorbereitete.

Für Thomas Götz aus Alttrip dagegen war es gar keine Frage, sich bei diesem Wetter in Schriesheim am Strahlenburgtrail zu beteiligen, nachdem er im vergangenen Jahr zum ersten Mal mitgelaufen war. "Hier ist alles so schön organisiert, die Kulisse stimmt, die ganze Veranstaltung hat fast schon familiären Charakter", schilderte er seine Erfahrung aus dem vergangenen Jahr.

Er kannte die durchaus anspruchsvolle Strecke, über die der Strahlenburgtrail führt, deshalb schon genau. Diese ist gesplittet in zwei Wertungsläufe. Da ist zum einen der mit 7,6 Kilometer Länge kürzere DRK-Fitnesslauf. Bei ihm sind immerhin rund 300 Höhenmeter zu meistern. 15,2 Kilometer misst der "King of the Hill"-Lauf, in dessen Verlauf rund 600 Höhenmeter zu überwinden sind und der an manchen Stellen steil durch das Gelände führt.

30 bis 35 Helfer waren für den Auf- und Abbau im Einsatz oder standen den Teilnehmern an allen Problemstellen helfend zur Seite, wie Toni Dausch erklärte. Für sie gab es bereits vor dem Start einen kräftigen Applaus. Zur Stärkung der Läufer stellten die Veranstalter Getränke eines Sponsors zur Verfügung, außerdem gab’s frische Äpfel.

Die Ergebnisse
> Die schnellste Frau auf dem 7,6 Kilometer langen DAK-Fitness-Trail war Gina Walter Bausch (BSG Merck/Triathlon Team DSW Darmstadt). Sie brauchte 37 Minuten und 52,1 Sekunden. Auf Platz zwei kam Carolin Spanier (engelhorn sports, 42:55,5), Dritte wurde die Starterin Frederike Stock aus Weinheim (44:28,4).

> Die flinkesten Herren auf der 7,6-Kilometer-Strecke waren Emil Leibrock (engelhorn sports-team, 35:25,4), Johannes Wingenfeld (Trail Team Morgenbachtal 35:59,0) und Johannes Müller aus der Kommune Windeck. Er schaffte eine Zeit von 37:39,4.

> Das "King of the Hill-Race" meisterte die Hirschberger Starterin Julia Böhm mit einer Zeit von einer Stunde, 16 Minuten und 45,8 Sekunden als schnellste Frau. Zweite wurde Kirsten Wiedik (TSG Wiesloch, 1:18:31,6), für Jutta Kammer vom LSV Ladenburg endete das Rennen auf Rang drei (1:27:22,6).

> "King of the Hill" darf sich bis zum siebten Trail Janosch Kowalczyk (Adidas Terrex) nennen. Er schaffte die Strecke in einer Stunde, vier Minuten und 41,9 Sekunden. Knapp dahinter kam Martin Schedler (Team Salomon, 1:04:50) ins Ziel. Philipp Wamser aus Züttlingen wurde Dritter (1:05:50,2). (RNZ)

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung