16.12.2019

Weihnachtsdorf nach Anlaufschwierigkeiten gut besucht

Weihnachtsdorf nach Anlaufschwierigkeiten gut besucht

Vor allem Essens- und Getränkestände hatten großen Zulauf

Auch die Krippen wurden von zahlreichen Besuchern bestaunt. Foto: Dorn


Von Florian Busch

Schriesheim. Als die T-Band am Samstag um kurz nach 18 Uhr mit ihrem Auftritt begann, platzte das zwölfte Weihnachtsdorf aus allen Nähten. Der kleine Platz vor dem neuen Rathaus war voller Menschen, was wohl auch dem beständigen Wetter an diesem Abend zu verdanken war. Eine Einschätzung, der die Standbetreiber zustimmten. Anja Berninger zum Beispiel, eine der Mitorganisatoren des Festes. Am Freitag, dem Eröffnungstag, sei der Zulauf noch nicht gut gewesen, was auch am Dauerregen gelegen habe. "Heute ist es deutlich besser", meinte sie. Von den Handwerksständen seien die Besucher durchaus angetan, sagte Berninger, die kleine Zwerge anbot. Seit August habe sie mehrmals pro Woche an ihnen gearbeitet. Für jeden Verkauf geht ein Euro an die Schriesheimer Initiative "Ein Kiwi gegen Krebs".

Am Stand nebenan gab es Honig und selbst gemachte Wachskerzen zu kaufen. Die Betreiber waren nach 2018 zum zweiten Mal auf dem Weihnachtsdorf vertreten. Mit dem Zulauf seien sie bisher noch nicht vollständig zufrieden, sagten sie: "Honig ist eben eine Geschmackssache." Ihre Stimmung ließen sie sich aber nicht verderben.

Sowieso war die gute Stimmung bei allen Beteiligten bemerkbar. An jeder Bude gab es etwas anderes zu entdecken, da fiel gar nicht auf, dass einer der Handwerksstände am ersten Wochenende geschlossen blieb. Die Besitzerin, die selbst genähte Sachen wie Kissenbezüge verkauft, war krank geworden. Kommende Woche ist sie aber voraussichtlich wieder dabei, so Berninger.

Der Fokus der Besucher lag am ersten Weihnachtsdorf-Wochenende aber klar auf den Essens- und Getränkebuden. Ob Pizza, Thüringer Bratwurst oder Glühwein: Vor jedem dieser Stände bildeten sich teils lange Schlangen. So auch beim Kindergarten Römerstraße, der Burger verkaufte. Vergangenes Jahr sei wegen des großen Ansturms schon frühzeitig das Fleisch für den "Mc Römi" ausgegangen, deshalb habe man dieses Mal von vorneherein mehr besorgt, so Gabriele Kohl, Leiterin des Kindergartens.

Für die kleinen Besucher gab es im Weihnachtsdorf ebenfalls einiges zu entdecken, zum Beispiel die "Lebendige Krippe" mit drei Schafen und zwei Eseln, die sich streicheln lassen. Auch der Waffelstand war sehr beliebt. "Für Kinder ist es schön hier", sagte eine Frau, die mit ihrem Enkel das Budenfest besuchte. Die überschaubare Größe sei geeignet, die Kinder auch einmal alleine herumlaufen lassen zu können.

Die Übersichtlichkeit spielt auch für die Organisatoren eine wichtige Rolle. Man habe zehn bis zwölf weitere Anfragen von Standbetreibern gehabt, allerdings sei es "schön, wenn es etwas kleiner ist", sagte Berninger.

Und die Schriesheimer mögen ihr Weihnachtsdorf: "Ich finde es toll, dass es so etwas mitten in Schriesheim gibt", sagte eine Besucherin. Nicht immer wolle sie auf den großen Weihnachtsmarkt nach Heidelberg gehen. So ließ sich ein überwiegend positives Zwischenfazit des Weihnachtsdorfes ziehen, während die T-Band noch einige Zeit weiterspielte und für warme Gefühle an einem regnerischen und kalten Dezemberabend sorgte.

Info: Das Weihnachtsdorf öffnet wieder am Freitag, 20. Dezember, um 17 Uhr. Am Sonntag, 22. Dezember, kommt um 17.30 Uhr der Weihnachtsmann.

Heiße Getränke und nette Gespräche in heimeliger Atmosphäre im Weihnachtsdorf. Foto: Dorn

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung