21.12.2019

Mathaisemarkt wird Teil des Unterrichtsplans

Stand der Schriesheimer Handwerksbetriebe soll "lebendig" sein - Bis jetzt machen sieben Firmen mit - Weiteres Treffen Ende Januar

Von Florian Busch

Schriesheim. Dass es auch beim Mathaisemarkt 2020 im Gewerbezelt wieder einen Stand der Handwerksbetriebe Schriesheims geben soll, darauf einigten sich alle Beteiligten schon bei einem Treffen im November. Nach der Versammlung im Rathaus standen damals noch ein paar offene Punkte im Raum: Wer ist dabei? Wie soll der Stand aussehen? Wie schafft man es, die Schulen einzubinden, um für Ausbildungen zu werben?

Zumindest die erste Frage ist nun vorerst geklärt: Eine Zusage gaben bis Freitag die Zimmerei Georg Grüber, Jäck Sanitär- und Heizungstechnik, Sommer Wasser-Wärme-Strom, Garten-Creativ, Schreinerei Dremel, Wink Grabmale und das Zahntechnische Labor Bernd Schenk.

Neben den Vertretern der Handwerksbetriebe und der Stadt war auch Demet Üstünel-Hartbauer vom Kurpfalz-Gymnasium (KGS) dabei. Als Bogy-Beauftragte – das ist ein einwöchiges Praktikum, das die Schüler in der zehnten Klasse absolvieren müssen – ist sie daran interessiert, den Stand so attraktiv wie möglich zu gestalten. Wie Torsten Filsinger, Wirtschaftsförderer der Stadt, sagte, kommt die Kurpfalz-Realschule (KRS) jeweils am Montag, 9. März, und am Freitag, 13. März, mit 50 beziehungsweise 75 Schülern an den Stand. "Ich hätte 100 zu bieten", ergänzte Üstünel-Hartbauer. So viele Kinder auf einmal könnten die Handwerker aber nicht betreuen. Deshalb sollen die Schüler in zwei Gruppen geteilt werden.

Das KGS ist dann am Dienstag, 10. März, zu Besuch. Somit kommen an drei verschiedenen Tagen potenzielle Auszubildende, die die Handwerker für ihre Berufe begeistern können. Für die Gymnasiasten stelle es eine Chance dar, so Üstünel-Hartbauer. Durch ihren Abschluss würden viele zum Studieren gedrängt, obwohl es vielleicht gar nicht das Richtige für sie sei. "Es geht darum, die Schüler zu ermutigen."

Um aber überhaupt das Interesse von ihnen zu wecken, reiche es nicht aus, Vorträge zu halten. Alles, was an der Schule in Richtung Berufsorientierung gemacht werde, passiere auf theoretischer Ebene. Deswegen solle es am Stand, so Üstünel-Hartbauer, "Berufe zum Anfassen" geben.

Dieser Meinung waren auch die Handwerker. "Irgendeine Aktion muss passieren", meinte Armin Dremel. Jeder solle etwas mitbringen, an dem er arbeitet, um Leute anzulocken. Stephan Weiß von Wink Grabmale schlug zum Beispiel vor, einen Sandsteinbrocken am Stand zu installieren, der dann mit Hammer und Meißel bearbeitet werden könnte.

Das Hauptproblem der Handwerker ist, dass nicht alle immer da sein können. Filsinger schlug vor, eine Abfrage zu machen, wer wann könnte, sodass der Stand immer von anderen besetzt ist. Eine Ausnahme bilden die Schülerbesuche: Dann sollen alle die ganze Zeit da sein.

Die endgültige Aufteilung und Gestaltung erfolgt erst beim finalen Treffen Ende Januar. Dieses Mal einigten sich die Beteiligten auf den "Holzhackschnitzel"-Boden und Beleuchtung von der Schriesheimer Veranstaltungstechnik-Firma "henhouse music". Außerdem sollen die 80 Quadratmeter (erweiterbar) offen gestaltet werden, sodass sich die Betriebe als Einheit präsentieren. Unterstützt wird dieser Eindruck auch vom beschlossenen Motto "Schriesheimer Mittelstand – Stark in Ausbildung und Beruf", dieses soll auf einem Banner zu sehen sein. "Ich bin sicher, das wird gut", war sich Höfer zum Schluss sicher.

Info: Betriebe, die sich noch am Stand beteiligen möchten, können sich bis Mitte Januar bei Torsten Filsinger unter Telefon 06203/602140 oder per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@schriesheim.de melden.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung