24.12.2019

Schriesheimer Weihnachtsdorf: Versöhnliches Fazit nach verregneten Tagen

Schriesheimer Weihnachtsdorf: Versöhnliches Fazit nach verregneten Tagen

Weihnachtsdorf ging am Sonntag nach zwei Wochenenden zu Ende - Vor allem am Samstagabend herrschte noch einmal reger Betrieb

Von Nadine Rettig

Schriesheim. Wer sich kurz vor den Festtagen noch mal richtig in Weihnachtsstimmung bringen wollte oder nach einem handgemachten Geschenk suchte, konnte dies am Wochenende im Schriesheimer Weihnachtsdorf tun, das auch am vierten Adventswochenende seine Tore öffnete. Im Licht der vielen Lichterketten und festlich beleuchteten Buden machten es sich viele Schriesheimer gemütlich, um mit Freunden oder der Familie bei einem Glühwein die festlichen Tage einzuläuten.

"Es ist einfach schön hier. So klein und gemütlich. Die Kinder können sich auch frei bewegen", fand eine Besucherin. Viele junge Gäste zog es vor allem zur lebendigen Krippe mit Schafen und Esel. Doch zum Auftakt des letzten Wochenendes machte zunächst das Wetter den Standbetreibern einen Strich durch die Rechnung. "Davon ist einfach sehr viel abhängig", sagte Sandra Röger, die an ihrem Stand unter anderem Lachshäppchen und Maronensüppchen anbot.

Blickte Standbetreiberin Gabriele Junghans am frühen Samstagabend noch wehmütig auf den besseren Besuch am vorigen Adventswochenende zurück, füllte sich schon kurze Zeit später ihr Stand, an dem sie handgemachte Filzfiguren in vielen Formen anbot, mit kauflustigen Besuchern. "Ich finde ja nur ganz selten etwas, aber hier kann man sich gar nicht entscheiden", lobte eine Kundin. Besonders gut gefalle ihr zu sehen, wie viel Kunst darin stecke.

Auch Stefanie Munoz fand großen Gefallen an den Figuren. Für die Schriesheimerin gehört ein Besuch in dem Weihnachtsdorf in jedem Fall zur Weihnachtszeit. "Es ist schön, das Geld dort zu lassen, wo es direkt an den Künstler geht", beschrieb Munoz. Genau deshalb gefalle ihr der kleine und persönliche Weihnachtsmarkt so gut, auch wenn sie das Ambiente in Schriesheims Altstadt schöner für das Weihnachtsdorf fände. Sie lobte jedoch auch das Engagement der Schriesheimer Vereine, die viele der Buden betrieben und unter anderem dafür sorgten, dass kein Besucher des Weihnachtsdorfes hungrig nach Hause gehen musste.

Egal ob bei den "Pulled Pork"-Burgern der Handballfrauen des TV Schriesheims oder den Thüringer XL-Bratwürsten des Tennisclubs: Die eifrigen Helfer hatten alle Hände voll zu tun. An einigen der Verkaufsständen ging es zunächst noch etwas ruhiger zu. So auch bei Alexander Krebil, der Honig aus eigener Imkerei verkaufte. "Im letzten Jahr waren die Leute kauflustiger", lautete seine Bilanz am frühen Samstagabend. Doch er sei trotzdem zufrieden,unter den Besuchern herrsche gute Stimmung.

Auch die Organisatoren zogen am Ende des Weihnachtsdorfes eine positive Bilanz. "Ich glaube, wir können alle zufrieden sein", lautete das Fazit von Markus Salfinger aus dem Organisationsteam. Auch wenn das Wetter beim Weihnachtsdorf in diesem Jahr nicht immer gepasst habe, sei der Betrieb dennoch gut gewesen. Gerade am vierten Adventswochenende sei es am Samstagabend noch einmal richtig voll geworden. Salfinger merkte zudem an, dass die Livemusik viele Besucher auf den Platz vor dem Rathaus zieht – auch bei Regen.

Ob T-Band, Sunny and the Jukebox oder die Heidelberg District Pipes & Drums: Die Musiker seien oft der Grund, weshalb die Gäste auch bei Regen mit Glühwein unter den Schirmen ausharren. Und während am Montagvormittag die Buden vor dem Rathaus wieder verschwanden, starten im Hintergrund bald schon die Planungen für das Weihnachtsdorf im nächsten Jahr.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung