11.01.2020

Vandalen brennen Sitzgruppe und Mülleimer in den Weinbergen nieder

Vandalen brennen Sitzgruppe und Mülleimer in den Weinbergen niederIn der Form noch nicht da gewesen - Brandstiftung südlich der Strahlenburg

Nur Steine und verkohlte Überreste sind geblieben. Jetzt soll eine neue Sitzgruppe aufgestellt werden, dieses Mal aber nicht mehr aus recyceltem Kunststoff, sondern aus Edelstahl mit Riffelung. Dieser lässt sich nicht so gut besprühen. Foto: Dorn

Von Florian Busch

Schriesheim. An dieser Stelle, südlich der Strahlenburg in den Weinbergen, finden vorbeilaufende Spaziergänger aktuell nur verkohlte Überreste und einzeln herumliegende Steine vor. Eigentlich sollen hier eine Sitzgruppe und ein Mülleimer stehen. Allerdings fielen diese beiden Installationen, die der Jugendgemeinderat aufstellen ließ, dem Vandalismus zum Opfer.

Sie seien abgebrannt worden, erzählt Patrick Schmidt, Bauamtsmitarbeiter und Beauftragter für städtische Grünflächen. Dies sei deshalb möglich gewesen, weil die zwei Objekte aus recyceltem Plastik bestanden.

Gerade an Treffpunkten wie diesem passierten häufiger Schäden durch Vandalismus, sagt Achim Weitz, Leiter des Ordnungsamtes. So gab es zum Beispiel schon Vorfälle am Kurpfalz-Schulzentrum mit herumliegenden Zigarettenstummeln und Glasscherben oder Besprühungen an der Schlossberghütte der Winzergenossenschaft. Des Weiteren berichtete Schmidt von einem Vorfall auf dem Spielplatz im Neubaugebiet Nord.

Dass es sich dieses Mal aber um Brandstiftung handelt, ist etwas Neues für die Stadt: "In der Form hatten wir das noch nicht", sagt Ordnungsamtsleiter Weitz. Um zumindest an diesem Ort in Zukunft weitere Vandalismusfälle zu vermeiden, soll das Material gewechselt werden. Die neu geplante Sitzgruppe soll aus Edelstahl bestehen, das ist nicht so leicht anzuzünden.

Darüber hinaus sollen die neuen Objekte laut dem Grünflächenbeauftragten Schmidt eine Riffelung enthalten, was sie unattraktiver für Sprüher mache. Für die Stadt bedeute der Vorfall nun einen finanziellen Aufwand von "ein paar Hundert Euro", meint Schmidt. Bedauerlich ist dieser Vandalismus auf jeden Fall.

"So etwas sollte eigentlich Wanderern und Spaziergängern als Ruhemöglichkeit dienen", so Weitz. Eigentlich sei es auch nur richtig, nach der Benutzung seinen Müll mitzunehmen und die Ruhe der Anderen nicht zu stören. Doch hier geht es um mehr.

Der Vorsitzende des Jugendgemeinderates, Finn Franzen, bestätigte auf RNZ-Anfrage, dass sich das Gremium mit dem Fall beschäftigen würde. Allerdings wollen sie sich erst öffentlich dazu äußern, wenn es auch eine Stellungnahme seitens der Stadt Schriesheim gebe.

Info: Die nächste Sitzung des Jugendgemeinderates findet am Montag, 13. Januar, um 18 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses statt. Themen sind neben dem Vandalismus die Jugendbeteiligung und die Umgestaltung des Push-Geländes.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung