23.02.2020

Das sind die Weinhoheiten 2020/21

Sofia Hartmann, Fabienne Röger und Lena Meyer - Die Chemie stimmt

Von Frederick Mersi

Schriesheim. Als Sofia Hartmann Urlaub für die Festtage des Mathaisemarkts beantragte, löste sie damit bei ihrem Chef, Bernd Schenk, große Freude aus. "Er kennt das ja schon aus meiner Prinzessinnen-Zeit", sagt sie und lacht. Für den Inhaber des Dentaltechnik-Labors war damit klar, dass Hartmann zum zweiten Mal Botschafterin des Schriesheimer Weins wird – nach der Amtszeit als Prinzessin 2018/19 dieses Jahr vom Freitag, 6. März, an als Königin. Am Freitagabend wurde sie mit ihren Prinzessinnen Fabienne Röger und Lena Meyer im Zehntkeller der Öffentlichkeit vorgestellt.

Schon für die vergangene Amtszeit hatte sich Hartmann um die Krone beworben, das Rennen gemacht hatte jedoch Annalena Spieß. Die hatte nach ihrer Prinzessinnen-Zeit ebenfalls ein Jahr auf die Krönung ihrer Hoheiten-Laufbahn warten müssen. "Zuerst war ich schon traurig, das ist ja normal", sagt Hartmann. Sie habe aber auch nichts zu verlieren gehabt und es deshalb noch mal versucht – erfolgreich, wie sie direkt nach dem Vorstellungsgespräch vor Aufsichtsrat und Vorstand der Winzergenossenschaft im Dezember erfuhr.

Sofia ist die Enkelin des verstorbenen Schriesheimer Ehrenbürgers Peter Hartmann, kandidierte bei den Kommunalwahlen 2019 für die Freien Wähler und engagiert sich ehrenamtlich beim Gesangverein Liederkranz sowie in der Evangelischen Kirchengemeinde. "Viel offener und selbstständiger" sei sie in ihrer Amtszeit als Prinzessin geworden, sagt sie. Das wünscht sie auch ihren beiden Begleiterinnen. "An der Mathaisemarkt-Modenschau dürfen sie gern die Rede halten, damit sie schon mal die Erfahrung machen", sagt Hartmann. Die Chemie zwischen ihnen stimme schon mal, sind sich die drei jungen Frauen einig.

Zumindest am Festzug hat Prinzessin Fabienne Röger schon teilgenommen – 2009 als kleine Weinhoheit. "Ab dem Zeitpunkt hatte ich den Wunsch, dieses Amt irgendwann auszuüben", sagt sie. Erfahrung im Weinbau bringt sie mit: Vater Stefan bewirtschaftet für die Winzergenossenschaft unter anderem die Lage "Schloßberg" unterhalb der Strahlenburg. Kein Wunder, dass der gleichnamige Riesling zu Fabiennes Lieblingsweinen gehört.

Beruflich ist Röger bei der Volksbank Kurpfalz in Heidelberg tätig, dort absolviert sie derzeit eine Ausbildung zur Bankkauffrau. "Ich habe meine Bewerbung mit meinem Ausbilder besprochen", sagt sie. "Die Kollegen stehen da auch alle komplett hinter mir." Schließlich sei ihre erfolgreiche Bewerbung als Botschafterin des Schriesheimer Weines auch Werbung für ihren Arbeitgeber.

Auch Lena Meyer sagt, sie habe nach Bekanntgabe ihres gekrönten Ehrenamts "nicht mit so einer Euphorie" bei ihrem Arbeitgeber gerechnet. Die 20-jährige Weinheimerin, wohnhaft im Ortsteil Oberflockenbach, absolviert ein Duales Studium beim Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Heidelberg. Ihre Verbindung zum Weinbau kommt vor allem von der Mutter ihres Vaters: Margarete Meyer bewirtschaftete über viele Jahre einen Wingert in Schriesheim, Lena half dort als Kind oft mit. "Vor ihr konnte ich auch nicht geheimhalten, dass ich genommen wurde", sagt sie. "Sie war riesig stolz."

Ansonsten blieb die frohe Kunde innerhalb des engsten Familienkreises – mit Ausnahme von Hartmanns Partner Volker Polzin, der als Hemsbacher Kerweparre selbst Erfahrung auf Festauftritten gesammelt hat. Mehr als 100 Termine warten nun auf die drei Hoheiten, die am Freitag, 6. März, 19 Uhr bei der Eröffnung des Mathaisemarkts im Festzelt gekrönt werden.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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