05.03.2020

Mathaisemarkt Schriesheim 2020: Interaktiv Abenteuer erleben

Mathaisemarkt Schriesheim 2020: Interaktiv Abenteuer erleben

Rummel lockt mit 42 Fahrgeschäften und Essensbuden – Familienfreundlicher Schwerpunkt und "Laser PIX"

Eine Front von 31 Metern hat die interaktive Abenteuerbahn „Laser PIX“. Foto: zg

Von Annette Steininger

Schriesheim. Der Mathaisemarkt ist nicht nur bei Einheimischen und Besuchern beliebt. "Das Interesse der Schausteller an einer Teilnahme war wie immer groß", sagt Verwaltungsmitarbeiterin Kirstin Fontius. "Wir haben weit mehr Bewerbungen erhalten als Plätze zur Verfügung stehen." Kein Wunder, ist der Rummel doch einer der ersten im Jahr und gilt als umsatzstark.

Während in den Vorjahren neben dem Riesenrad meist eine "Kotzschleuder" das Bild auf dem Festplatz prägte, gibt es in diesem Jahr kein hohes, rasantes Fahrgeschäft. "Das haben wir aus platztechnischen Gründen dieses Jahr nicht hinbekommen. Die Auswahl der Geschäfte ist dafür etwas familienfreundlicher", sagt Fontius.

In der Tat ist für (fast) jeden Geschmack etwas bei den 42 Fahrgeschäften und Essensbuden dabei. Da locken Buden mit Pfeilewerfen oder Tombola, das Riesenrad "Grand Soleil", das Kinderkarussell "Kid’s Car World", der Autoscooter "Disco Number 1" ebenso wie der Langos-Stand oder das "Candy House".

Wer es etwas rasanter mag, lässt sich vom in Schriesheim schon bekannten "Hupferl" im Kreis herumwirbeln oder rast mit der "Petersburger Schlittenfahrt" wie auf einem Schlitten über Berg und Tal. Auf einem 23 Meter großen Teller dreht "Circus Circus" die zwölf Gondeln. An vier Armen hängen die Viersitzer, die während der flotten Tour auf bis zu neun Metern auf- und abwippen.

Neu auf dem Mathaisemarkt ist der "Laser PIX", erst zwei Jahre jung. Oliver Jehn aus Worms war schon mit anderen Attraktionen auf dem Mathaisemarkt, mit diesem Fahrgeschäft ist er erstmals in Schriesheim. Und der "Laser PIX" ist aus mehreren Gründen etwas Besonderes. Es handelt sich um eine interaktive Abenteuerbahn, bei der die Fahrgäste mit einer Laserpistole mitspielen. Sie sitzen ähnlich wie in einer Geisterbahn zu zweit nebeneinander in einer Gondel und können aber dabei auf über 100 Ziele schießen. Dabei treten Groß und Klein – ab drei Jahren – auf der gut dreiminütigen Fahrt gegeneinander an.

Aber das ist nicht die einzige Besonderheit: Oliver Jehn und seine Frau haben den "Laser PIX" selbst entwickelt. "So etwas gibt es sonst nur in Freizeitparks", sagt der Wormser und wirbt daher auf seiner Homepage zum Fahrgeschäft auch mit "der ersten transportablen interaktiven Erlebnisbahn". In einem Freizeitpark sind die Jehns auf eine solche Bahn gestoßen und wollten sie gerne mobil anbieten.

Also machten sie sich auf zu "Dietz Fahrzeugbau" in Schwalmbach und wollten wissen, ob es möglich ist, eine solche mobile Bahn zu bauen. Und so konnten die Jehns mit ihrem "Laser PIX", der eine Front von 31 Metern, 18 Meter Tiefe und eine Höhe von zwölf Metern hat, 2018 an den Start gehen. Für den Transport sind vier Lkws mit sieben Wagen erforderlich. Insgesamt 1,5 Millionen Euro haben die Schausteller in den Bau investiert.

Dafür kommt das Fahrgeschäft gut an. "Wir waren damit schon auf dem Cannstatter Wasen, in Hamburg, in Luxemburg und Basel", zählt Oliver Jehn einige Stationen auf. Auf die um einiges kleinere Stadt Schriesheim freuen sich die Schausteller schon. "Dafür nehmen wir gerne eine etwas kürzere Winterpause in Kauf."

Auch Martina Finke-Zarnikau und ihr Mann Achim Zarnikau kommen jedes Mal gerne nach Schriesheim. Schon öfter waren sie mit ihrem Fahrgeschäft "Die Montgolfière" dort. Wie der Name schon verrät, sitzt man hier in Gondeln, die dem ersten Heißluftballon überhaupt nachempfunden sind. Gemächlich drehen die acht Ballonkörbe, in denen 32 Menschen Platz finden, "in 8,50 Metern Popo-Höhe", wie Finke-Zarnikau sagt, ihre Runden. Das Fahrgeschäft sei für alle Generationen und auch für Behinderte, geeignet.

Die Schaustellerin mag "den Schlag Menschen, der hier wohnt". "Die sind feierfreudig und unkompliziert." Und am Mathaisemarkt selbst schätzt sie die geregelten Öffnungs- und Schließzeiten. Für die Zarnikaus das Sahnehäubchen auf ihrer Schriesheim-Zeit: Sie sehen ihre Tochter wieder, die in der Nähe wohnt.

Info

Der Rummel auf dem Festplatz ist geöffnet am Freitag, 6. März, von 15 bis 24 Uhr, sowie vom 7. bis 10. und vom 13. bis 15. März, jeweils von 10 bis 24 Uhr. Der Kindernachmittag findet am Freitag, 13. März, statt: Um 14.30 Uhr startet im Festzelt das Schul-Duell, und die Schausteller bieten von 11 bis 19 Uhr ermäßigte Preise an.

Copyright (c) rnz-online

Autor: Rhein-Neckar-Zeitung