16.05.2020

Das planen die Kindergärten für die Öffnung

Kommunen setzen die Öffnungsvorgaben unterschiedlich um - Es geht erst übernächste Woche los

Neckar-Bergstraße. (hö) Es ist nicht zum ersten Mal, dass das Stuttgarter Kultusministerium die Kommunen kalt erwischt hat: erst mit der Spielstättenverordnung und nun mit der Öffnung der Kindergärten, die ab Montag prinzipiell möglich sein soll. Und entsprechend groß ist der Unmut bei einigen Landtagsabgeordneten, vor allem aber in den Rathäusern, die es beim besten Willen nicht schaffen, die Landesvorgaben so schnell umzusetzen. Aber eines ist klar: Die Kindergärten in der Region werden erst am übernächsten Montag, 25. Mai, aufmachen. Zumal am Freitag bei den Kommunen noch nicht einmal eine Entwurfsfassung der neuen Landesverordnung vorlag, die die Öffnung der Kitas regelt. Damit ist erst im Laufe des Samstags zu rechnen.

Die RNZ gibt einen Überblick, was momentan geplant ist:

> Schriesheim: Ab dem 25. Mai sollen in den städtischen Kindergärten bis zu 50 Prozent der Kinder wieder regulär betreut werden – allerdings nur in begrenztem Umfang. In einer gemeinsamen Besprechung mit Elternvertretern, Kindergartenleitungen und Verwaltung gestern wurden Details zur Umsetzung festgelegt: Ziel ist es, ab übernächsten Montag für jedes Schriesheimer Kind ein Mindestmaß an Betreuung in der gewohnten Einrichtung zur Verfügung stellen zu können.

So wird ein tageweise rollierendes System angestrebt. Es ist vorgesehen, dass an jedem Wochentag eine andere Kindergartengruppe die jeweilige Einrichtung besuchen kann. Alle Vorschüler sollen zusätzlich an einem weiteren Wochentag ihre gewohnte Einrichtung besuchen können. Damit würde gewährleistet, dass jedes Kind mindestens an einem Tag (Vorschulkinder an zwei Tagen) in der Woche zwischen 8 und 16 Uhr im Kindergarten betreut werden kann. Eine detaillierte Wochenplanung folgt am Montag. Außerdem wird weiter die erweiterte Notbetreuung auch über den 25. Mai hinaus angeboten.

> Weinheim, Hemsbach, Laudenbach und Hirschberg haben ihr Vorgehen abgestimmt: Bei einem Treffen, an dem am gestrigen Freitag auch die freien Träger teilnahmen, wurden konkrete Kriterien für die schrittweise Öffnung vereinbart. Wahrscheinlich wird die erweiterte Notbetreuung weiter Vorrang haben. Sofern es noch freie Plätze gibt, würden in einem zweiten Schritt Vorschulkinder aufgenommen, die einen Sprachförderbedarf haben. Die Aufnahme weiterer Kinder folgt in einem dritten Schritt nach dem Alter (Kindergarten: ältere zuerst; Krippe: jüngere zuerst) – alles vorbehaltlich der erwarteten Verordnung. Damit könne man insbesondere den Vorschulkindern eine gute Vorbereitung auf den Schulstart im Herbst ermöglichen.

Die Zahl der Kinder, die zusätzlich zur Notbetreuung aufgenommen werden können, hängt vor allem von der Zahl an einsatzfähigem Fachpersonal – fast 30 Prozent der Mitarbeiter gehören Risikogruppen an – und den räumlichen Gegebenheiten in den Einrichtungen ab. Und gerade in kleineren Einrichtungen sind die Gruppenräume durch die bestehende Notbetreuung bereits belegt. Die Eltern werden nach Veröffentlichung der Corona-Verordnung in der kommenden Woche über den für ihre Einrichtung geltenden Fahrplan informiert.

Parallel dazu laufen auch die Notbetreuungsgruppen weiter, in die die Kinder aufgenommen werden, deren Eltern in der kritischen Infrastruktur arbeiten. Außerdem werden jetzt schon Kinder betreut, bei denen das Jugendamt den Besuch des Kindergartens dringend empfiehlt. Mit allen Kindern, denen nicht oder nicht in einem der ersten Schritte ein Betreuungsangebot gemacht werden kann, bleiben die Erzieher in regelmäßigem Kontakt und unterbreiten interaktive Spiel- und Bildungsangebote.

> Ladenburg: Auch in der Römerstadt rechnet man mit einer schrittweisen Öffnung der Kindergärten ab dem 25. Mai. Die Stadt wird sich mit den Trägern der Kindertageseinrichtungen Anfang der kommenden Woche beraten und unmittelbar danach Eltern und Elternbeiräte über den weiteren Fahrplan informieren. So lange gelten unverändert die Rahmenbedingungen der erweiterten Notbetreuung.

> Edingen-Neckarhausen: Auch hier brauchen die kirchlichen Träger eine Woche Vorlaufzeit. Wie Hauptamtsleiterin Elke Hugo mitteilte, beginnt die schrittweise Öffnung der Kitas am 25. Mai. Im Hort, der als einzige Einrichtung unter kommunaler Obhut steht, gibt es ab Montag eine Betreuung für 30 Kinder in drei Gruppen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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