18.05.2020

Bekommen die Wirte jetzt mehr Plätze im Freien?

Bekommen die Wirte jetzt mehr Plätze im Freien?Konkrete Hilfe für die Gastronomie: Grüne Liste und SPD fordern von der Stadt, mehr Tische und Stühle draußen zuzulassen

Noch sind die Plätze im Freien verwaist, aber das wird sich ab heute ändern: Dann öffnet auch das „Kaffeehaus“ wieder. Foto: Dorn

In der Weinstadt hingegen sind es die Grüne Liste und die SPD, die vorpreschen – zumal sich beispielsweise "La Perseria" in der Landstraße bemüht, mehr Plätze draußen anbieten zu können – und dafür auch den Parkplatz zu belegen. Bisher steht aber noch eine Genehmigung der Stadt aus, auch wenn sich Ordnungsamtsleiter Achim Weitz, wie man hört, durchaus offen für das Anliegen zeigen soll. Zumal mehr Außenbewirtschaftung nicht nur den Wirten hilft, sondern auch im Sinne des Infektionsschutzes besser ist als ein Restaurantbetrieb in geschlossenen Räumen.

Für die Grüne Liste haben jetzt die Gemeinderätinnen Dagmar Wenger, Claudia Kockrow und Fadime Tuncer die Initiative ergriffen. Sie schreiben: "Die Corona-Pandemie hat auch die Schriesheimer Gastronomie hart getroffen. Existenzen stehen auf dem Spiel und damit auch ein großes Stück ,Schriesheimer Flair’". Sie fordern, dass die Gaststätten mit der Wiedereröffnung ab dem heutigen 18. Mai mehr Freiflächen belegen können. Das Rätinnen-Trio meint: "Unsere Gaststätten gehören fest zum Stadtbild. Das gilt für das gesamte Stadtgebiet einschließlich Altenbach. Wir wollen, dass Freischankflächen, also das Aufstellen von Tischen und Stühlen, auf öffentlichen Flächen kurzfristig dort zugelassen und erweitert werden, wo es räumlich und rechtlich möglich ist." Man halte zum Beispiel die Nutzung von Teilbereichen der Heidelberger Straße oder die zeitweilige Umwandlung von Parkflächen, wie auf dem Festplatz, in Orte für die Außengastronomie "im Einzelfall für möglich".

In eine ähnliche Richtung geht auch der Vorstoß des Sprechers der SPD-Fraktion, Sebastian Cuny. Er schrieb am Donnerstag eine E-Mail an Bürgermeister Hansjörg Höfer – und ein Vorschlag zur Unterstützung der notleidenden Lokale lautet: "Genehmigung von Außenbewirtschaftung für die Saison 2020 auf öffentlichen Flächen und Gehwegen, beispielsweise Festplatz, Schillerplatz oder Heidelberger Straße, sowie auf Parkplatzflächen/Stellplätzen, beispielsweise Landstraße 80 ("La Perseria", Anm. d. Red.) oder Schillerstraße 11 ("Das Gasthaus", Anm. d. Red.)."

Geht es nach der Grünen Liste, sollen auch die Betriebe, die momentan keine Außenflächen haben, eine Genehmigung dafür erhalten. Zudem soll die Stadt darauf verzichten, für die Nutzung des öffentlichen Raumes Gebühren zu erheben. Das scheint das geringere Problem zu sein: Denn schon in der vorletzten Woche hatte in einem Pressegespräch Bürgermeister Höfer genau das angekündigt.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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