03.06.2020

Für drei Stunden war der Branich wegen entwurzelter Bäume dicht

Für drei Stunden war der Branich wegen entwurzelter Bäume dichtUmgestürzte Bäume führten am Samstag zur Sperrung der Straße - Der Laubelt war auf einmal offen

Drei entwurzelte Bäume blockierten am Samstagnachmittag die Branichstraße. Foto: Feuerwehr/Repro: Dorn

Schriesheim. (zg/hö) Am Samstag versperrten umgestürzte Bäume die Zufahrt zum Branich, die dann für drei Stunden gesperrt war. Und für diese Zeit wurde sogar die eigentlich verbotene Zufahrt über den Laubelt reaktiviert.

Zunächst war die Schriesheimer Feuerwehr um 16.14 Uhr wegen eines angeblichen Sturmschadens in die Branichstraße gerufen worden. Nach der Meldung der Leitstelle würde dort ein Baum ganz schief hängen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war die Lage etwas unklar, wie Kommandant Oliver Scherer berichtet: Größere Äste lagen herum, und in rund sieben Metern Höhe ragte ein abgebrochener Baum über die Straße. Einige Meter darüber hing ein Baum schräg in einem anderen Baum. Aus Sicherheitsgründen wurde die Zufahrt zum Branich gesperrt.

Mithilfe der Drehleiter erkundete die Feuerwehr die Lage: Insgesamt waren am Hang drei Bäume entwurzelt und umgestürzt, sie lagen auch teilweise übereinander – der Grund dafür ist unklar. In dieser Situation konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Baumstämme unkontrolliert auf die Straße stürzen.

Aus diesem Grund wurde zunächst die Alarmstufe erhöht und weitere Kräfte der Abteilung Stadt nachalarmiert.

Unterdessen liefen an der Branichstraße die Vorbereitungen zur Beseitigung der Bäume. Die am Hang liegenden Stämme wurden mit einer Endlosschlinge angeschlagen und mit der Zugmaschine des Hilfeleistungslöschfahrzeuges auf die Branichstraße gezogen– zweimal musste diese Aktion wiederholt werden, bis sämtliche umgestürzten Bäume vom Hang entfernt waren. Danach wurde das Holz mit einer Kettensäge zerkleinert und am Straßenrand gelagert. Schließlich reinigte noch die Feuerwehr die Straße. Aus Sicherheitsgründen musste während der Arbeiten auch die Talstraße mehrfach kurzzeitig gesperrt werden. Dabei wurde die Feuerwehr von der Polizei unterstützt; auch Bürgermeister Hansjörg Höfer war vor Ort.

Da klar war, dass es sich hier um eine längere Aktion handelte, wurden im Blütenweg die Sperrpfosten entfernt, um die Zu- und Abfahrt über den Laubelt zu ermöglichen – diese zweite Branichzufahrt von der Kernstadt am Friedhof aus war Ende November 2016 als illegaler Schleichweg offiziell dichtgemacht worden und diente seither nur als Notfallweg. Für den Fall der Fälle wurde die Rettungsleitstelle informiert und für mögliche Einsätze stand ein Lotsenfahrzeug im Haus der Feuerwehr bereit.

Nach über drei Stunden war um 19.26 Uhr der Feuerwehreinsatz mit 18 Personen und fünf Fahrzeugen beendet und die Branichstraße wieder befahrbar.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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