03.06.2020

Eigentlich könnte es im Waldschwimmbad losgehen

Eigentlich könnte es im Waldschwimmbad losgehenSaisonstart zum 1. Juli? - IEWS hat ein Hygienekonzept, wartet aber noch auf Vorgaben des Landes - Baden mit Anmeldung und Zeitfenster

Von Micha Hörnle

Schriesheim. Eigentlich war das lange Pfingstwochenende wie gemacht für einen Besuch im Waldschwimmbad: herrliches Wetter, sogar frühsommerliche Hitze. Doch in Corona-Zeiten regiert auch hier der Konjunktiv: Man könnte, man wollte endlich aufmachen – aber daraus wird momentan nichts. Und das hängt nicht am Betreiber, der "Initiative zum Erhalt des Waldschwimmbads" (IEWS), sondern an den fehlenden Vorgaben des Landes. Das bestätigten gegenüber der RNZ sowohl Ordnungsamtsleiter Achim Weitz wie auch IEWS-Sprecher Kim Koschorreck. Beide rechnen nicht damit, dass das Bad noch in dieser Woche öffnen kann – zumal es ja auch erst einmal ein Ende mit der Wärme haben soll –, im Gespräch ist analog zu Ladenburg, der 1. Juli als Saisonstart.

Das Land Baden-Württemberg hat für den 6. Juni zwar Lockerungen für Bäder beschlossen, doch der normale Besucher hat davon erst mal nichts. "Wir dürfen nun den Betrieb des Bades aufnehmen, aber nur für Kurse, Schwimmunterricht und Prüfungen. Ein freies Baden, so wie wir es kennen, wird es auch weiterhin nicht geben", sagt IEWS-Vorsitzende Sabine Portz. Zwei Schulklassen haben sich schon im Waldschwimmbad angemeldet, beide haben die Zusage bekommen, dort ihren Unterricht und ihre Sportprüfungen veranstalten zu können – gestern war die Jahrgangsstufe 12 im Bad. Der Rahmen ist klein, die Regeln strikt. Alles muss geordnet ablaufen, unter Einhaltung aller Hygienevorschriften – alles kein richtiger Badespaß wie früher.

Und was ist mit den Kursen? "Wir sind in Gesprächen mit verschiedenen Trainern, aber zum jetzigen Zeitpunkt haben wir noch kein Kursangebot. Zu viele Fragen sind noch offen, und auch die Infrastruktur für die verbindlichen Anmeldungen wäre noch nicht bereit", erklärt Portz.

Auch wenn das Bad geschlossen ist, arbeitet die IEWS schon an einem Konzept für eine Öffnung, das nun zur Vorlage an Stadt und Gesundheitsamt geht. Demnach dürften sich dann maximal 50 Personen im großen Becken aufhalten, und zusätzlich drei Familien das Kinderbecken benutzen, natürlich mit Anmeldung und begrenzter Zeit. Die Liegewiese wäre weiter gesperrt, also im Grunde hieße das: ins Bad, sofort schwimmen und gleich wieder raus. "Einen Badebetrieb, wie wir ihn vor Corona kannten, wird es dieses Jahr nicht geben", ist sich IEWS-Sprecher Koschorreck sicher.

Niemand weiß, ob das Konzept so umgesetzt werden kann, aber intern rechnet man mit einer Öffnung des Bades "im Juli", so Portz. Deswegen sollen auch zum 1. Juli die Mitgliederbeiträge eingezogen werden. Die momentan schwierigste Frage für den Vorstand sei, ob das Bad allen, also nicht nur den IEWS-Mitgliedern, offenstehen soll. Oder sollten doch eher die Beitragszahler bevorzugt werden? Im Moment jedenfalls wird das noch diskutiert, auch wenn es die Tendenz gibt – bei allen momentanen Unwägbarkeiten –, dass auch Nicht-Mitglieder sich um ein Zeitfenster "bewerben" können.

Neben der vielen Arbeit rund um Corona nutzt die IEWS die Zeit auch, um andere Projekte anzugehen: Der neue Volleyballplatz wird im kommenden Monat fertig, eine neue Homepage soll die nächsten Tage online gehen, und die IEWS-Kommunikation wurde neu aufgestellt.

Info: Die neue Homepage ist unter www.waldschwimmbad-schriese.de im Internet abrufbar.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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