14.06.2020

So kann man bald im Waldschwimmbad baden

Ab 1. Juli gelten Reservierungen und Zeitfenster

Schriesheim. (hö) Das Wichtigste zuerst: Das Waldschwimmbad wird, wie geplant, zum 1. Juli öffnen. Nach einer Vorstandssitzung erklärte die "Interessengemeinschaft zur Erhaltung des Waldschwimmbades Schriesheim" (IEWS), wie man auch in Corona-Zeiten baden kann.

Man kann nicht einfach so reinspazieren, sondern muss vorher im Internet (www.Waldschwimmbad-Schriese.de) ein Zeitfenster reservieren. Dort wird man zwei Tage im Voraus buchen können; dabei gibt es unterschiedliche Anmeldungen für Mitglieder und Nicht-Mitglieder. Pro Zeitfenster können 300 Menschen das Schwimmbad besuchen (Kinder zählen als volle Personen). Nur die Frage, wie Badegäste ohne Internet ihr Zeitfenster reservieren können, muss noch geklärt werden.

Bei den öffentlichen Badezeiten ist immer die Hälfte des Kontingents (150 Plätze) für Mitglieder reserviert. "Wir werden die Auslastung beobachten und diesen Wert gegebenenfalls dann in die eine oder andere Richtung anpassen", so IEWS-Sprecher Kim Koschorreck. Die Kontingente, aber auch dass der Beitrag zu den öffentlichen Badezeiten entfällt, ist als Kompensation für die IEWS-Mitglieder gedacht.

Die Zeitfenster werden so aufgeteilt: 8 bis 10 Uhr: Mitglieder; 10 bis 11 Uhr: Pause; 11 bis 14 Uhr: Mitglieder und Öffentlichkeit; 14 bis 15 Uhr: Pause; 15 bis 18 Uhr: Mitglieder und Öffentlichkeit, 18 bis 19 Uhr: Pause, 19 bis 21 Uhr: Mitglieder. Man sieht: Nach jedem Zeitfenster gibt es eine Pause, um das Bad zu reinigen und neuralgische Stellen zu desinfizieren. Außerdem soll so sichergestellt werden, dass alle Besucher, die für einen Zeitraum einen Platz gebucht haben, das Schwimmbad verlassen und dass die nächsten Besucher vollständig ins Bad Einlass finden. "So soll es für alle fair bleiben", sagt Koschorreck.

Das Sanitärhaus am Kanzelbach bleibt gesperrt, es wird also keine Möglichkeit zum Warmduschen oder zum Föhnen geben. Nur die Toiletten neben dem Raum des Bademeisters sind geöffnet, ebenso die kalten Duschen auf dem Weg zum Becken. Nicht benutzt werden dürfen die Sprungblöcke und die Rutsche am großen Becken, auch nicht der Volleyballplatz. Dafür ist das Kinderbecken inklusive Rutsche normal geöffnet, das gilt auch für die Spielgeräte direkt daneben.

Gerade mit Hinblick auf die Öffnung des Kinderbeckens und auf die Spielangebote weist die IEWS alle Besucher auf ihre Eigenverantwortung hin: Jeder Badegast ist selbst dafür verantwortlich, den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten – und zwar überall außerhalb der Becken. Koschorreck warnt: "Sollten wir merken, dass das nicht funktioniert, sind wir gezwungen, Konsequenzen zu ziehen – von einer Schließung einzelner Bereiche wie Rutsche oder Spielgeräte, bis hin zu einer dauerhaften Reduzierung der Gäste im Bad. Daher bitten wir alle, darauf zu achten, damit wir zu solchen Schritten nicht gezwungen sind."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung