29.06.2020

Nordbadischer Ringer-Verband: Die Ringer bleiben vorsichtig

Der Verbandstag in Nordbaden hat entschieden, dass wegen der Pandemie vorläufig keine Meisterschaftskämpfe ausgetragen werden

Weingarten. (PW) Der Nordbadische Ringer-Verband (NBRV) hatte seine Mitgliedsvereine zum 72. Verbandstag in die Mineralix-Arena nach Weingarten eingeladen. Im Mittelpunkt stand die Entscheidung, ob der für den 5. September geplante Saisonauftakt erfolgen kann. Bereits Mitte letzter Woche hatten die in der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg zusammengefassten Vereine der Regionalliga mit 6:4 Stimmen für eine Absage votiert.

Die Vereinsvertreter diskutierten lange über Möglichkeiten für Rundenkämpfe. Wie allseits zu hören war, stehe die Gesundheit der Sportler im Vordergrund. "Nach der Lockerung wollen wir den Sportbetrieb verantwortungsvoll aufnehmen, doch wir haben für die Sorgen der Vereine Verständnis", sagte NBRV-Präsident Ralph Schmidt.

Sportreferent Hardy Stüber legte den Vereinen zwei Konzepte für die Punkterunde vor. Dabei war vorgesehen, dass der Verband keine Startgebühren erhebt, die Kampfrichterkosten halbiert und die Mannschaftsstärke auf acht Ringer als Mindestzahl reduziert. Bei den Hygienevorschriften und Zuschauerzahlen müssten sich die Vereine an die Vorgaben der Landesregierung halten. Eine endgültige Entscheidung solle nach dem 31. Juli fallen – je nachdem, welche Lockerungen bis dahin möglich sind.

Letztlich war bei der Abstimmung die Absage der Ober- und Verbandsliga mit 20:2 Stimmen eindeutig.

Der Verband wird nun bis zum 31. August abwarten und erwartet von den Vereinen bis dahin Vorschläge, wer bereit wäre, dass eventuell am 3. Oktober – analog der Planungen für die Bundesliga - Mannschaftskämpfe in Turnierform stattfinden könnten. Wie Präsident Ralph Schmidt betonte, gehe aber der Trainingsbetrieb für Kaderathleten am Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar in Heidelberg weiter, "wobei feste Trainingsgruppen gebildet werden und sich die Sportler an die Vorschriften halten müssen".

Für Peter Schmitt vom KSV Schriesheim und Herbert Maier vom ASV Ladenburg "war die Absage verständlich, denn die Gesundheit steht im Vordergrund und die Haftungsprobleme sind ungeklärt". Sie bedauern die Verschiebung des Saisonbeginns, zumal sie mit einer starken Mannschaft in die Runde gestartet wären.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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