13.07.2020

Bergstraße-Neckar: Radwegenetz wird ausgebaut

Verbesserungen zwischen Schriesheim und Altenbach sowie Großsachsen und Oberflockenbach möglich - Viele Vorschläge für Neckar-Orte

Bergstraße-Neckar. (ze) Das bestehende Radwegenetz ausbauen und verbessern will der Rhein-Neckar-Kreis in den kommenden Jahren, um so bei den alltäglichen Wegen zur Arbeit, zur Schule oder zu sportlichen Aktivitäten die Autofahrer auf das Fahrrad zu bringen. Unter den 88 Routen- und Verbesserungsvorschlägen, die von Kommunen oder Kreistagsfraktionen genannt wurden, finden sich auch einige aus der Region. Das zeigt das Mobilitätskonzept Radverkehr des Kreises, das bei der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Wirtschaft in Wiesloch vorgestellt wurde.

Auf Schriesheimer Gemarkung ist dies die Verbindung zwischen Schriesheim und Altenbach entlang der Landesstraße L536 und der L596a. In einer ersten Bewertungs-Runde durch das Verkehrsplanungsbüro "R+T" aus Darmstadt wurde festgestellt, dass ein hoher Radverkehrsanteil "nicht unbedingt erreichbar" sei. In einer weiteren Bewertung in Abstimmung mit der Stabsstelle "Mobilität" des Kreises wurde die Herstellung eines straßenbegleitenden Radweges aufgrund der mehr als 2500 Kraftfahrzeuge täglich jedoch als sinnvoll erachtet. Die Kreistagsfraktionen der CDU und der Freien Wähler sprachen sich zudem dafür aus, diesen Radweg über Wilhelmsfeld bis in das Steinachtal weiter zu führen.

Eine weitere Radwegeverbindung in den Odenwald könnte zwischen Großsachsen und Oberflockenbach entstehen. Während vorgeschlagen wird, den Abschnitt zwischen Großsachsen und Rittenweier in das sogenannte Zielnetz aufzunehmen, soll die Weiterführung bis Oberflockenbach noch geprüft werden.

Gleich acht Verbesserungsvorschläge betreffen die Gemarkung der Stadt Ladenburg. Allerdings wird von den Gutachtern empfohlen, nur vier davon weiter zu verfolgen. Diese betreffen einen Radweg entlang der Weinheimer Straße zwischen "Neue Anlage" und "Hirschberger Allee" sowie die Querung der Wallstadter Straße am Bahndamm. Nicht weiter Teil des Mobilitätskonzepts sollen inner-kommunale Radwegeverbindungen wie etwa entlang der Trajanstraße oder des Schwedenwegs sein. Das trifft auch auf die Beseitigung einer Engstelle des Radwegs parallel zur Bahnlinie Weinheim-Hemsbach an der Unterführung der B38 zu, da diese Stelle außerhalb des Routennetzes liegt.

Konfliktpotenzial mit den Ausbauplanungen der Deutschen Bahn beziehungsweise mit dem Vorkommen schützenswerter Tiere und Pflanzen sehen die Verkehrsplaner bei zwei Radwegen in Edingen-Neckarhausen. Dies betrifft einen Radweg parallel zur Mannheimer Straße sowie entlang der Bahnstrecke zwischen Mannheim-Friedrichsfeld und Heidelberg. Deshalb wird hier ein geänderter Verlauf der Radwege empfohlen.

Nachdem die Grundlagen für ein Radwegenetz im Kreis geschaffen worden sind, soll nun die Öffentlichkeit daran beteiligt werden. Zwischen Mitte September und Mitte Oktober können vier Wochen lang über die Webseite des Rhein-Kreises Einwohner oder Verbände weitere Verbesserungsvorschläge online einbringen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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