27.07.2020

Wurde ein Waldweg "schlicht planiert"?

Einem Leser fielen Arbeiten am Ölberg auf - Förster: Ausbesserungen notwendig für Rettungseinsätze

Schriesheim. (hö) Jens Sauerbrey fiel auf, dass sich das Gesicht eines Waldwegs am Ölberg erheblich verändert hatte: "In den letzten 14 Tagen wurden Teile des Oberen Geißenbachweges vom Forstbetrieb schlicht planiert. Ein Weg, der bisher in der Mitte, zwischen zwei Fahrspuren, Bewuchs aufwies, wurde eingeebnet und verbreitert. Und das ausgerechnet in dem Bereich, in dem der Weg im Naturschutzgebiet Ölberg verläuft. Sicher mag das zulässig sein, besonders rücksichtsvoll ist das allerdings trotzdem nicht."

Der zuständige Revierförster Michael Jakob bestätigt auf RNZ-Anfrage, dass an dem Weg gearbeitet wurde: "Wie Herr Sauerbrey richtig vermutet, handelt es sich bei der Arbeit an betreffendem Weg um eine Unterhaltungsmaßnahme. Die Fahrwege müssen nicht nur für forstliche Fahrzeuge, sondern auch für die des Rettungsdienstes unterhalten werden. So ist es zum Beispiel unsere Aufgabe, den oberen Ölbergweg, der mitten durch das Naturschutzgebiet Ölberg verläuft, in gutem Zustand zu halten, damit dort Verunglückte, beispielsweise Drachenflieger, Mountainbiker oder Kletterer, schnellstmöglich geborgen werden können."

Aber es sei nicht so, dass der Weg verbreitert worden sei. Es seien lediglich Schäden durch Auswaschungen, also Ausspülungen in der Fahrspur, beseitigt worden, so Jakob. Dazu habe man Split verwendet, der mit einem Planschieber verteilt worden war – und deswegen verschwand auch der Bewuchs in der Mitte des Weges. Für Jakob nichts Ungewöhnliches: "Solche Arbeiten am Weg sind keine besondere Sache."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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